Allgemeines über das Glaukom und okuläre Hypertension

Das Glaukom, auch Grüner Star genannt, gehört zu den weltweit häufigsten Erblindungsursachen. Man versteht darunter eine chronische, fortschreitende Schädigung des Sehnervs. Ein erhöhter Augeninnendruck (okuläre Hypertension) stellt dabei einen wichtigen Risikofaktor für die Entwicklung eines Glaukoms dar.

Epidemiologie des Glaukoms und der okulären Hypertension

Das Glaukom ist in Industrieländern direkt nach Erkrankungen der Retina die zweithäufigste Erblindungsursache. In Österreich geht man von etwa 80.000 Betroffenen aus, wobei etwas weniger als die Hälfte davon bereits in ihrer Sehleistung eingeschränkt ist. Die Dunkelziffer dürfte allerdings weitaus höher liegen, da ein Großteil nichts von der Erkrankung ahnt. Von einem Glaukom kann grundsätzlich jeder betroffen sein, doch steigt die Wahrscheinlichkeit, daran zu erkranken, ab dem 40. Lebensjahr deutlich an. Da die Erkrankung bei etwa der Hälfte der Patienten erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt wird, sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Augenarzt von äußerster Bedeutung.

Entstehung und Symptomatik des Glaukoms und der okulären Hypertension

Das Glaukom bezeichnet eine Gruppe von Augenerkrankungen, denen eine Schädigung des Sehnervs und der Nervenfasern der Netzhaut zugrunde liegt. Diese Schädigung kann durch jegliche Bedingungen hervorgerufen werden, die zu einem erhöhten Augeninnendruck (> 21mmHg) oder zu einer verminderten Durchblutung des Nervens führen. Zu den wichtigsten Risikofaktoren gehören neben einem erhöhten Augendruck auch hohes Alter, dunkle Hautfarbe, Kurzsichtigkeit, familiäre Belastung und vaskuläre Risikofaktoren (Hypertonie, Durchblutungsstörungen, Diabetes mellitus, etc.).

Grundsätzlich unterscheidet man entsprechend der Form des Kammerwinkels zwischen einem Offenwinkelglaukom und einem Winkelblockglaukom. Je nachdem, ob das Glaukom in Folge einer anderen Augenerkrankung auftritt, kann man außerdem zwischen primärem und sekundärem Glaukom differenzieren. Die häufigste Form (> 90%) stellt das primäre Offenwinkelglaukom dar. Diese Form beginnt meist symptomarm mit unspezifischen Beschwerden (Kopfschmerzen, Brennen und Rötung des Auges), weshalb sie meist erst in einem eher späteren Stadium bemerkt wird. Bleibt eine Behandlung jedoch aus, kommt es zu progredienten Gesichtsfeldausfällen bis schließlich zur Erblindung. Beim Winkelblockglaukom (Glaukomanfall) handelt es sich um einen akuten, schmerzhaften ophthalmologischen Notfall, der sofort einer Therapie bedarf. Es äußert sich in starken Augen- und Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, plötzlicher Sehminderung und einer mittelweiten, entrundeten Pupille. Wird dies nicht behandelt, droht eine irreversible Erblindung.

Bei einem erhöhten Augeninnendruck (> 21mmHg) ohne Anzeichen eines Glaukoms, sprich keiner Schädigung des Sehnervs, spricht man von okulärer Hypertension. Diese ist zwar primär nicht behandlungsbedürftig, dennoch gilt, dass je höher der Augendruck, desto höher das Risiko einer Umwandlung von okulärer Hypertension zum Glaukom.  

Diagnostik des Glaukoms und der okulären Hypertension

Um ein Glaukom zu diagnostizieren, werden vom Augenarzt/der Augenärztin verschiedene, schmerzlose Untersuchungen vorgenommen. Dazu gehört die Untersuchung des Sehnervens, die Augendruckmessung und die Gesichtsfelduntersuchung. Die Untersuchung des Sehnervens (Ophthalmoskopie, auch Fundusuntersuchung genannt) stellt dabei das wichtigste Diagnosekriterium für das Vorliegen eines Glaukoms dar. Die Augendruckmessung (Tonometrie) ist kein direktes Diagnosekriterium, aber dennoch wichtig für die Klassifizierung und die Therapie eines Glaukoms. Die Gesichtsfelduntersuchung (Perimetrie) gibt schließlich Aufschluss über den bereits bestehenden Schaden bzw. den Fortschritt der Erkrankung. Der Erhalt des Gesichtsfeldes ist außerdem das wichtigste Therapieziel.

Therapie des Glaukoms und der okulären Hypertension

Wird ein Glaukom diagnostiziert, gibt es in der modernen Augenheilkunde einige Therapieansätze. Dadurch kann zwar keine absolute Heilung erreicht werden, jedoch der Sehkraftverschlechterung erfolgreich entgegengewirkt werden. Die Grundlage der Therapie bildet dabei die Augendrucksenkung. Dies kann entweder medikamentös in Form von Augentropfen, mit Laser oder operativ erfolgen. Meist wird die Behandlung mit einem medikamentösen Wirkstoff (z.B. Latanoprost, Timolol, etc.) begonnen und je nach Ansprechen dauerhaft weitergeführt oder adaptiert. Falls die medikamentöse Behandlung nicht erfolgreich oder möglich ist, können laserchirurgische oder operative Maßnahmen eingesetzt werden.

Die Therapie des akuten Glaukomanfalls (Notfall) erfolgt nach einer zügigen medikamentösen Augendrucksenkung und adäquaten Schmerztherapie operativ (Iridektomie oder Laseriridotomie). Nach einem Glaukomanfall sollte prophylaktisch derselbe Eingriff auch am anderen Auge erfolgen.

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