Akne

Allgemeines über Akne

Die Acne vulgaris zählt zu den häufigsten Hauterkrankungen des frühen Erwachsenenalters. Sie beruht auf der Ausbildung von Hornpröpfen (sogenannten Komedonen oder auch Mitesser) in den Talgdrüsenfollikeln, aus denen in weiterer Folge Papeln, Pusteln und Knoten entstehen können. Zur Behandlung der Akne stehen je nach Verlaufsform und Schweregrad eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Verfügung. 

Epidemiologie der Akne

Akne ist mit 22-32% die weltweit häufigste dermatologische Erkrankung. Etwa 70-95% aller Jugendlichen weisen Akne-Läsionen im Gesichts- und Rumpfbereich auf, am häufigsten im Alter zwischen 15 und 18 Jahren. Bei der Mehrzahl der Patienten kommt es mit Ende der Pubertät zu einer spontanen Rückbildung. In etwa 10% der Fälle bleibt die Erkrankung über das 25. Lebensjahr hinaus bestehen. Männer und Frauen sind zwar in etwa gleich häufig betroffen, jedoch kommt es bei ersteren meist zu schwereren Verläufen. 

Entstehung und Symptomatik der Akne

Den Ausgangspunkt der Akne stellt die Ausbildung von Komedonen dar, welche durch Verstopfung der Talgdrüsenfollikel entstehen. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Dazu gehören neben einer genetischen Prädisposition vor allem auch hormonelle Faktoren. Während der Pubertät kommt es bei Jungen und Mädchen aufgrund der vermehrten Produktion von Androgenen zu einer Überproduktion an Talg und einer gleichzeitig verstärkten Verhornung im Ausgang des Talgdrüsenfollikels. Dadurch staut sich der Talg an und es bilden sich Mitesser. Weitere gesicherte Faktoren, die zur Entstehung von Akne beitragen können, sind zudem Bakterien, Medikamente, aber auch Stress und Zigarettenkonsum.

Das Erscheinungsbild der Akne ist durch entzündliche Veränderung am und um die Mitesser gekennzeichnet. Diese kann je nach Form der Erkrankung mehr oder minder stattfinden. Je nach Ausprägung bzw. Schweregrad unterscheidet man die Acne comedonica, Acne papulopustulosa und Acne conglobata. Typisch für die Acne comedonica (leichte Form) sind zahlreiche Mitesser im Gesicht, die sich jedoch ohne Entzündung zurückbilden. Bei der Acne papulopustulosa (mittelschwere Form) kommt es zu einer Entzündung der Komedonen, wodurch sich rötliche oder eitrige Knötchen (sogenannte Papeln und Pusteln) bilden. Die Acne conglobata (schwere Form) zeichnet sich durch große, entzündliche Knoten und Abszesse mit narbiger Abheilung aus.

Diagnostik der Akne

Um den Krankheitsverlauf zu verbessern und Komplikationen wie Narbenbildung zu verhindern, ist eine möglichst frühzeitige Diagnose unerlässlich. Da die Erkrankung ein sehr deutliches klinisches Erscheinungsbild hat, kann die Diagnose nach einem ausführlichen Anamnesegespräch durch die reine Inspektion der Haut gestellt werden. In den meisten Fällen sind weitere diagnostische Maßnahmen nicht notwendig. Zeigen sich jedoch schwere Verläufe mit Komplikationen, kann eine hormonelle Diagnostik oder eine mikrobielle Diagnostik sehr hilfreich sein.

Therapie der Akne

Je nach Verlaufsform und Schweregrad stehen verschiedene lokale und systemische Therapien zur Verfügung. Für die lokale Behandlung werden Therapeutika wie Benzoylperoxid (BPO), topische Retinoide, topische Antibiotika und Azelainsäure verwendet. Bei der systemischen Therapie kommen orale Antibiotika, Isotretinoin und bei Frauen antiandrogene Kontrazeptiva (Pille) zum Einsatz.

Eine milde Verlaufsform wird in der Regel zunächst mit lokal wirkenden Cremes, Salben, Tinkturen, u.ä. behandelt. Ist eine lokale Therapie nicht erfolgreich, kann schließlich auf systemisch wirkende Medikamente zurückgegriffen werden.

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