Psoriasis

Allgemeines über Psoriasis

Die Psoriasis (Psoriasis vulgaris, Schuppenflechte) ist eine nicht-ansteckende, chronisch-entzündliche Hauterkrankung. Sie ist zu einem großen Teil erblich bedingt. Sobald Gelenke mitbetroffen sind, handelt es sich um Psoriasis-Arthritis (PsA). Charakterisiert wird die Psoriasis durch stark schuppende, gerötete Hautstellen, die gelegentlich mit Juckreiz einhergehen; darüber hinaus können auch die Nägel betroffen sein. Die Krankheit ist nicht lebensbedrohlich, kann jedoch eine große psychische Belastung für die Patienten darstellen.

Epidemiologie der Psoriasis

Die Psoriasis ist weltweit verbreitet, wobei insbesondere Personen mit einer bestimmten vererbbaren Disposition daran erkranken. In Österreich sind etwa 300.000 Menschen betroffen, dabei Männer etwas häufiger als Frauen. Die Krankheit kann grundsätzlich in jedem Alter einsetzen, 50% erkranken jedoch vor ihrem 25. Lebensjahr und 90% vor dem 50. Lebensjahr.

Entstehung und Symptomatik der Psoriasis

Obwohl bereits sehr viele Details über die Psoriasis bekannt sind, ist manches an ihrer Genese immer noch nicht endgültig geklärt. Tatsache ist jedoch, dass eine bestimmte erbliche Veranlagung das Auftreten der Hautkrankheit wahrscheinlicher macht. Dennoch erkrankt tatsächlich nicht jeder, der diese genetische Disposition aufweist. Zur Manifestation sind nämlich zusätzlich auch andere (Umwelt-)Faktoren relevant. Zu den wichtigsten Auslösern für das erstmalige Auftreten der Psoriasis gehören vor allem Infektionen, Hautverletzungen (Sonnenbrand, Narben, Tätowierungen, etc.), Stress und Medikamente.

Es wird davon ausgegangen, dass die Psoriasis auf einer Fehlsteuerung des Immunsystems und/oder auf Veränderungen der sogenannten Keratinozyten (spezielle Hautzellen) beruht. Dabei kommt es aufgrund von Entzündungsreaktionen zu einer enorm gesteigerten Hauterneuerung. Während sich eine gesunde Haut alle 28 Tage erneuert, verkürzt sich dieser Prozess bei Psoriasis-Patienten auf nur 3-5 Tage. Die Folge davon sind sehr charakteristische Hautstellen: es bilden sich silbrig-weiße Schuppen (sogenannte Plaques) auf scharf begrenzten, gut durchbluteten und entzündlich geröteten Hautarealen. Am häufigsten betroffen sind die Ellenbogen, Knie, die Kopfhaut und das Gesäß. Außerdem kann es zu einer typischen Veränderung der Nägel kommen (Nagelpsoriasis). Zusätzlich zu diesem äußeren Erscheinungsbild verursachen die psoriatischen Hautstellen nicht selten auch Juckreiz. Bei etwa 20% der Psoriasis-Patienten entwickelt sich außerdem eine Entzündung der Gelenke (Psoriasis-Arthritis). 

Das Auftreten der Psoriasis verläuft meist schubartig und chronisch, doch bei jedem Patienten individuell. Häufig wechseln sich Phasen mit stärkerer und geringerer bis zu fehlender Aktivität der Erkrankung ab, gelegentlich heilt die Krankheit auch spontan aus. Ein Schub bzw. ein erscheinungsfreies Intervall kann dabei zeitlich sehr stark variieren. Die Psoriasis zeigt außerdem typische saisonale Schwankungen. Während es im Winter aufgrund des Klimas und der geringeren UV-Einstrahlung vermehrt zu Schüben kommen kann, kommt es im Sommer oft zu einer Besserung durch das UV-Licht der Sonne.

Diagnostik der Psoriasis

Die Diagnose Psoriasis wird in der Regel nach einem ausführlichen Gespräch im Rahmen einer gründlichen körperlichen Untersuchung gestellt. Einige Merkmale, die typisch für die Schuppenflechte sind, können dem Arzt dabei behilflich sein. Kratzt er die Schuppen an einer betroffenen Stelle der Haut ab, gelangt er zunächst zu einem dünnen letzten Häutchen. Beim Ablösen dieses kommt es zu einer leichten, punktförmigen Blutung an dieser Stelle („Auspitz-Phänomen“). 

Um die Krankheitsintensität zu messen, stehen bestimmte Bewertungsindices zur Verfügung. Der sogenannte BSA („Body Surface Area“) gibt den Prozentsatz der erkrankten Körperoberfläche an. Der PASI („Psoriasis Area and Severity Index“) erfasst zusätzliche Parameter, wie etwa die Rötung und Schuppung der Haut. Basierend auf diesen Indices kann eine korrekte Therapieplanung und Erfolgsbeurteilung erfolgen.

Therapie der Psoriasis

Da die Ursache der Psoriasis bis heute nicht ganz geklärt ist, steht weder eine kausale Therapie, noch eine für alle Verläufe geeignete Therapie zur Verfügung. Es gibt allerdings eine Reihe von symptomatischen Maßnahmen, die für jeweils bestimmte Situationen gut geeignet sind. Das Ziel der Behandlung ist dabei die möglichst weitgehende Erscheinungsfreiheit.

Das Wesentliche für jeden Patienten ist die sorgfältige Pflege der betroffenen Hautstellen. Mit Hilfe von Öl- oder Solebädern und spezielle Salben können die Schuppen entfernt und damit das Erscheinungsbild und das unangenehme Gefühl der psoriatischen Haut deutlich verbessert werden. Bei leichter Psoriasis erfolgt zudem eine äußerliche Therapie mit bestimmten Salben oder Cremes (z.B. Calcineurin-Inhibitoren, Cortison, etc.). Zusätzlich dazu können spezielle UV-Behandlungen zum Einsatz kommen. Falls die Lokal- und UV-Therapie nicht ausreichend wirksam sind, werden schließlich systemische Therapeutika eingesetzt, wie z.B. Immunsuppressiva (Methotrexat, Cyclosporin A). Einen Durchbruch in der Behandlung der Psoriasis brachte eine neue, hochwirksame Arzneimittelgruppe, die sogenannten Biologika (z.B. TNF-alpha-Inhibitoren).

Zur Behandlung der Psoriasis bietet Pfizer folgende Produkte an:
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