Über Störungen der Vaginalflora / vulvovaginale Infektionen

Epidemiologie

  • Unter den mikrobiologischen Störungen der Vaginalflora stellt die bakterielle Vaginose (BV) die häufigste Störung bei geschlechtsreifen Frauen dar.
  • Die Prävalenz der BV beträgt in Europa bei Frauen generell etwa 5%, in der Schwangerschaft liegt die Häufigkeit zwischen 7-20%.

Allgemeines

  • Störungen der Vaginalflora und Infektionen der Vulva und Vagina schränken viele Frauen in ihrer Lebensqualität ein und können auch zu einer psychischen Belastung führen.
  • Zum Erhalt der Normalflora der Scheide sind Lactobazillen von großer Bedeutung. Verringert sich die Zahl der Lactobazillen, verändert sich der pH-Wert und es können sich andere Keime, die in geringerer Zahl zur normalen Vaginalflora gehören, durchsetzen. Ein typisches Symptom der BV ist vermehrter dünnflüssiger Ausfluss, welcher eine grau-weißliche Farbe annimmt und einen fischigen Geruch aufweist.
  • Ein signifikanter Risikofaktor für eine BV ist psychosozialer Stress sowie Vitamin-D Mangel in der Schwangerschaft , aber auch genetische Faktoren und die Übertragung durch Geschlechtsverkehr spielen eine Rolle. Menschen mit Grunderkrankungen wie zum Beispiel Diabetes mellitus, HIV, Autoimmunerkrankungen mit laufender Immunsuppressiva-Therapie, Patienten unter systemischer Antibiotikatherapie oder Chemotherapie u.a. haben ein erhöhtes Risiko für bakterielle Vaginosen.
  • Typische Auslöser für bakterielle Vaginosen (BV) sind
    • Streptokokken der Gruppe A (gefährlichster Erreger im genitalen Bereich)
    • Streptokokken der Gruppe B (gefürchtet bei der Geburt wegen eines hohen Infektionsrisikos des Neugeborenen)
    • Streptokokken der Gruppe D mit niedriger Pathogenität (Auslöser für Harnwegsinfekte)
    • und verschiedene Staphylokokkenarten sowie E.coli und Proteus-Arten, die ebenfalls Erreger eines Harnwegsinfektes sein können.
  • Daneben gibt es noch die sogenannten „STI’s“ (sexual transmitted infection: Syphilis, Gonorrhoe, Ulcus molle und Lymphogranuloma venereum) sowie Pilzinfektionen (z.B. akute Vaginal-Candidose)).

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