Hypercholesterinämie

Epidemiologie

  • Im Jahr 2013 waren 43 % aller Todesfälle in Österreich (34.101 Personen) auf Herz-Kreislauferkrankungen zurückzuführen [Statistik Austria, 2014]. Einen maßgeblichen Beitrag dazu tragen erhöhte Werte für Gesamt- und LDL-Cholesterin, da sie das Risiko für das Auftreten kardiovaskulärer Erkrankungen deutlich erhöhen.
  • Dem österreichischen Ernährungsbericht 2012 zufolge weisen rund 17% der Frauen und 28% der Männer im Alter zwischen 25 und 50 Jahren einen deutlich erhöhten Cholesterinwert auf. In der Altersgruppe über 50 Jahren liegen die Werte noch höher (30% für Frauen bzw. 47% für Männer). Ein Großteil der Bevölkerung hat zumindest grenzwertig erhöhte Werte – sowohl bei Männern als auch bei Frauen ab 25 Jahren liegen weniger als die Hälfte der Österreicher mit ihren Cholesterinwerten im Normbereich.
  • Die Daten für Österreich decken sich mit einer größeren Erhebung von 1998 aus Deutschland, wonach auch dort bereits im Alter von 30 bis 39 Jahren 15,2% der Frauen und 25,1% der Männer einen deutlich erhöhten Cholesterinwert aufweisen. Laut dieser Studie tritt die Hypercholesterinämie am häufigsten bei Frauen im Alter zwischen 60 und 69 Jahren auf und nimmt auch bei den Männern mit dem Alter deutlich zu.

Allgemeines

  • Im Zuge des menschlichen Stoffwechsels entstehen verschiedene Lipide, die im Blut an Proteine gebunden vorliegen (Lipoproteine). Sind die Konzentrationen bestimmter Lipoproteine erhöht spricht man von Hypercholesterinämie. Die genaue Definition der Hypercholesterinämie hat sich im Laufe der Zeit immer wieder verändert.
  • Die aktuellen europäischen Leitlinien für Herz-Kreislauf-Erkrankungen der European Society of Cardiology aus dem Jahr 2012 orientieren sich bei ihren Empfehlungen am individuellen Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen einer Person. Allgemein sollte der Gesamtcholesterinspiegel unter 5 mmol/L liegen (<190 mg/100 ml) und das LDL-Cholesterin unter 3 mmol/L (< 115 mg/100 ml). Bei Patienten mit hohem oder sehr hohem kardiovaskulärem Risiko werden noch niedrigere Zielwerte empfohlen (LDL < 2,5 mmol/L bzw. < 1,8 mmol/L).
  • Relevant ist außerdem auch das Verhältnis von Gesamtcholesterin zu HDL-Cholesterin. Ein Verhältnis von mehr als 5:1 gilt als ungünstig.
  • Hypercholesterinämie kann unterschiedliche Ursachen haben, unter anderem spielen genetische Faktoren eine Rolle, aber auch endokrine Ursachen wie Diabetes oder eine Schilddrüsenunterfunktion, Übergewicht, Schwangerschaft sowie die Einnahme bestimmter Medikamente.
  • Neben Hypercholesterinämie sind auch Übergewicht und Rauchen wesentliche Risikofaktoren für kardiovaskuläre Mortalität. Die optimale Behandlung bedarf zusätzlich zu einer guten Betreuung und medikamentöser Therapie auch einer Verhaltenstherapie und das oberste Ziel sollte stets eine nachhaltige Lebensstilmodifikation sein.

Zur Behandlung der Hypercholesterinämie bietet Pfizer folgende Produkte an:
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