Allgemeines über Koronargefäßerkrankungen / Angina pectoris

Als koronare Herzkrankheit (KHK) versteht man eine Erkrankung der Herzkranzgefäße (Koronararterien), die zumeist durch Arteriosklerose bedingt ist. Es kommt dabei zu einer zunehmenden Verengung der Herzkranzgefäße, was folglich zu einem Sauerstoffmangel des Herzmuskels führt. Das klinische Erscheinungsbild der KHK reicht von der belastungsabhängigen Angina pectoris über Akutereignisse wie den Herzinfarkt bis zum plötzlichen Herztod.

Epidemiologie von Koronargefäßerkrankungen / Angina pectoris

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, insbesondere die Arteriosklerose und ihre Folgeerscheinungen (KHK, Herzinfarkt, Schlaganfall, etc.), gehören zu den häufigsten Todesursachen weltweit. In den westlichen Ländern sind sie für etwa 45% der Gesamtmortalität verantwortlich. Mit Zunahme der kardiovaskulären Risikofaktoren (Bluthochdruck, Diabetes mellitus, erhöhte Blutfette, Rauchen, etc.) steigt die Häufigkeit des Auftretens von Herz-Kreislauf-Erkrankungen weiterhin an. Laut epidemiologischen Daten aus Österreich waren im Jahr 2008 etwa 242.000 Menschen von einer KHK betroffen, davon etwas mehr Männer als Frauen. Die Häufigkeit ist dabei sehr stark vom Alter abhängig und steigt ab dem 60. Lebensjahr deutlich an. Bei den Mortalitätsraten hingegen zeigt sich in Österreich seit 1965 ein deutlicher Rückgang. Schätzungen zufolge starben 2008 rund 7000 Menschen an dieser Erkrankung. Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass kardiovaskuläre Risikofaktoren von jedem selbst beeinflussbar sind, kommen Präventinmaßnahmen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen besondere Bedeutung zu.

Entstehung und Symptomatik von Koronargefäßerkrankungen / Angina pectoris

Eine KHK entsteht zumeist auf dem Boden von arteriosklerotischen Veränderungen der Herzkranzgefäße. Fett- und Kalkablagerungen, sogenannte Plaques, führen dabei zu Engstellen bzw. Verschlüssen der Gefäße mit der Folge einer verminderten Durchblutung. Nachdem die Herzkranzgefäße jedoch für die Blutversorgung des Herzens selbst zuständig sind, wird dieses dadurch nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.  Je mehr sogenannte kardiovaskuläre Risikofaktoren eine Person aufweist (dazu gehören Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Rauchen, erhöhte Blutfette, etc.), desto größer ist die Wahrscheinlichkeit einer generalisierten Arteriosklerose und somit auch einer KHK.

Die koronare Herzkrankheit kann verschiedene Verlaufsformen annehmen. Eine reine Verengung eines Gefäßes äußert sich zumeist in einer Angina pectoris, auch Brustenge genannt. Die Patienten berichten in der Regel von einem belastungsabhängigen Schmerz hinter dem Brustbein, der sich in Ruhe wieder zurückbildet. Weitere Symptome sind Atemnot, Zeichen der Herzinsuffizienz oder auch Herzrhythmusstörungen. Durch die Ruptur einer Plaque und der folgenden Bildung eines Thrombus, was zu einer (teilweisen) Verlegung des Gefäßes führt, können Akutereignisse wie ein Herzinfarkt oder ein plötzlicher Herztod ausgelöst werden.

Diagnostik von Koronargefäßerkrankungen / Angina pectoris

Einen Verdacht auf eine KHK erhält der behandelnde Arzt bereits durch ein ausführliches Patientengespräch und eine körperliche Untersuchung. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die Auskultation von Herz und Lunge gelegt. Bei allen Patienten mit Verdacht auf eine KHK wird außerdem ein Ruhe-EKG aufgezeichnet. Laboruntersuchung, darunter die Bestimmung des Blutzuckers, der Blutfette und anderer wichtige Werte, können Aufschluss über vorhandene kardiovaskuläre Risikofaktoren geben. Je nach Patienten können außerdem ein Langzeit-EKG, ein Belastungs-EKG, ein Herzultraschall (Echokardiogramm), ein Thoraxröntgen, eine Szintigraphie oder eine CT/MRT hilfreich sein, um eine KHK zu diagnostizieren.

Therapie von Koronargefäßerkrankungen / Angina pectoris

Im Gegensatz zu vielen anderen Erkrankungen spielen Lebensstil und Ernährungsgewohnheiten in der Entstehung einer koronaren Herzkrankheit eine entscheidende Rolle. Die Reduktion kardiovaskulärer Risikofaktoren, sprich allen voran die Behandlung von Bluthochdruck, erhöhten Blutfetten und Diabetes mellitus sowie Nikotinverzicht, nimmt daher einen besonders hohen Stellenwert ein. Zusätzlich stehen medikamentöse, interventionelle und operative Therapien zur Verfügung. Die jeweilige Therapie hängt dabei vom einzelnen Patienten ab. Das Ziel ist jedoch bei allen eine Linderung der Symptome und Verbesserung der Prognose. Für die pharmakologische Therapie der KHK kommen Medikamentenklassen wie z.B. Thrombozytenaggregationshemmer (Acetylsalicylsäure, Clopidogrel), Statine, ACE-Hemmer und Betablocker zum Einsatz. Zur Besserung der Angina-pectoris-Beschwerden werden zudem Nitrate und Calciumantagonisten verschrieben. Um den Blutfluss in den Herzkranzgefäßen wiederherzustellen können zudem revaskularisierende Maßnahmen ergriffen werden (z.B. Ballondilatation, Stentimplantation, Bypassoperation).

Zur Behandlung und Prävention von Koronargefäßerkrankungen / Angina pectoris bietet Pfizer folgende Produkte an:
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