FSME Erkrankungsbild

Die klinische Manifestationsrate der FSME-Virusinfektion liegt bei ca. 33%.

Bei den meisten Patienten manifestiert sich die FSME mit einem zweigipfligen Fieberverlauf:

Nach einer Inkubationszeit von durchschnittlich 10 Tagen (5–28 Tage) kommt es zunächst zu einer ca. 1-wöchigen Prodromalphase mit allgemeinem Krankheitsgefühl, Kopfschmerzen, Fieber und gelegentlich auch Bauchschmerzen. Zu diesem Zeitpunkt kann das Virus noch nicht nachweisbar sein.

Nach vorübergehender Besserung markiert ein erneuter Fieberanstieg wenige Tage später den Beginn der zweiten Krankheitsphase. Diese manifestiert sich in ca. 50% der Fälle als isolierte Hirnhautentzündung (Meningitis), bei ca. 40% als zusätzliche Hirnentzündung (Meningoenzephalitis) und bei ca. 10% als zusätzliche Rückenmarksentzündung (Meningoenzephalomyelitis).

Die klinische Symptomatik bei der rein meningitischen Verlaufsform der FSME unterscheidet sich nicht wesentlich von anderen viralen Meningitiden, das Allgemeinbefinden ist häufig jedoch stärker beeinträchtigt, auch sind die Kopfschmerzen intensiver und das Fieber ist oft sehr ausgeprägt.

Bei der Meningoenzephalitis stehen die Ataxie, die Bewusstseinsstörungen sowie Lähmungen von Extremitäten und Hirnnerven im Vordergrund.

Die Meningoenzephalomyelitis geht mit schlaffen Lähmungen der Extremitätenmuskulatur einher. Es finden sich meist auch Schluck- und Sprechstörungen, Lähmungen der Gesichts- und Halsmuskulatur sowie Atemlähmungen.

Bei mehr als einem Drittel der Erkrankten kann die FSME dauerhafte neurologische Schäden hinterlassen. Insgesamt verläuft die FSME mit zunehmendem Alter schwerwiegender und hinterlässt häufiger bleibende Defizite.

Da es keine spezielle Behandlung der FSME gibt, ist es für Personen, die in FSME-Risikogebieten leben, ratsam sich vorbeugend impfen zu lassen. In Österreich ist kein Bundesland FSME-frei, daher wird die Impfung für alle in Österreich lebenden Personen empfohlen. Dies gilt gleichermaßen für Menschen, die in solche Gebiete reisen.

Quelle:
Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie: Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), 2016

Zur Prophylaxe der FSME bietet Pfizer folgendes Produkt an:
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