Angststörungen

Epidemiologie

  • Die mittlere Jahres-Prävalenz der Angststörungen beträgt laut einer Metaanalyse ca. 10%. Die häufigsten Angststörungen sind Sozialphobie (4,5%) und spezifische Phobien (3,0%). Die 1-Jahresprävalenz für die generalisierte Angststörung liegt bei 2,6%, hinter spezifischen und sozialen Phobien liegt sie damit auf dem dritten Platz. Panikstörung ist mit 1,0% am seltensten. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.
  • Angststörungen beginnen oft schon im Alter zwischen 12 und 17 Jahren und können bis zu 10 Jahre andauern. Im Speziellen wurde beobachtet, dass spezifische Phobien oft bereits im Kindesalter entstehen, soziale Phobien in der Pubertät, die Panikstörung eher in der späten Adoleszenz bzw. im jungen Erwachsenenalter und generalisierte Angststörungen häufig nach dem 40. Lebensjahr.
  • 30-80% der Patienten leiden an einer Komorbidität wie zum Beispiel einer anderen Angststörung oder einer Depression.

Allgemeines

  • Eine Angststörung ist dadurch gekennzeichnet, dass der natürliche und notwendige Affekt Angst ein übertriebenes oder unangemessenes Ausmaß annimmt. Die pathologische Angst äußert sich durch erhöhte Intensität und verlängerte Dauer.
  • Angst kann sich in vielen Manifestationen zeigen, wie zum Beispiel mit Gefühlen der Einengung, Unsicherheit, Beunruhigung, In-die-Enge-getrieben-Sein, Furcht, Sorgen, Lebensangst mit Spannungszuständen, Unruhe, Panik, Erregung bis hin zum Erstarren, Bewusstseinsstörungen mit Einschränkungen des Denkens, körperlichen Symptomen wie Kopfschmerzen, Herzklopfen, Zittern, Schwindel, Atemstörungen, Frigidität, Impotenz und zuletzt auch mit vegetativen Symptomen wie Durchfall, erweiterten Pupillen, Blutdruckanstieg, Harndrang, Übelkeit, erhöhtem Muskeltonus, etc.
  • Man unterscheidet laut ICD-10 und DSM-IV grob zwischen phobischen Störungen und anderen Angststörungen.
    • Zu den phobischen Störungen zählen: soziale Phobie, Agoraphobie mit und ohne Panik, spezifische (isolierte) Phobien.
    • Zu den Angststörungen zählen u.a. die generalisierte Angststörung (GAD), Panikstörung sowie eine Kombination aus Angst und depressiver Störung.
  • Medikamentös werden zur Behandlung der Angststörungen vor allem Antidepressiva, Benzodiazepine oder auch Antikonvulsiva eingesetzt.

Zur Therapie von Angststörungen bietet Pfizer folgende Produkte an:
Um Zugang zu erhalten, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich.