Angststörungen

Allgemeines über Angststörungen

Angst ist eine völlig natürliche Reaktion auf Gefahrenreize. Unter Angststörungen werden mehrere Krankheiten zusammengefasst, bei denen es zu übersteigerten, unrealistischen oder auch grundlosen Angstreaktionen kommt, obwohl keine akute Bedrohung besteht. Diese gehen mit zahlreichen körperlichen Begleiterscheinungen einher und stellen eine große psychische Belastung für die Betroffenen dar.

Epidemiologie von Angststörungen

Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Das Risiko, im Laufe des Lebens an irgendeiner Form der Angststörung zu erkranken, liegt laut internationalen Studien zwischen 9-29%. Am häufigsten kommen spezifische Phobien und die Sozialphobie vor. Frauen sind dabei deutlich häufiger (bis zu doppelt so oft) betroffen als Männer. Angststörungen beginnen oft zwischen dem 12. und 17. Lebensjahr, die Häufigkeit ist in der Altersgruppe von 18-35 am höchsten.

Entstehung und Symptomatik von Angststörungen

Unter dem Oberbegriff Angststörungen werden mehrere Krankheiten zusammengefasst. Man unterscheidet dabei „gerichtete“ von „ungerichteten“ Angststörungen. Bei gerichteten Angststörungen ist die Angst abhängig von einem Objekt (z.B. Spinnen) oder einer Situation (z.B. Menschenmengen, Fliegen, etc.). Ungerichtete Angststörungen hingegen sind nicht an bestimmte Objekte oder Situationen gebunden. Die Angst selbst kann sich in vielen Manifestationen zeigen, wie zum Beispiel durch generelle Unsicherheit, Beunruhigung, Sorgen und Konzentrationsstörungen bis hin zu körperlichen Symptomen wie etwa Herzrasen, Schwitzen, Zittern, Schwindel- oder Benommenheitsgefühle, Magenschmerzen oder auch Muskelverspannungen.

Angststörungen werden häufig durch eine Kombination verschiedener Faktoren ausgelöst. In der Entstehung spielen erbliche, neurobiologische und psychologische Faktoren eine wichtige Rolle. Bei Menschen mit einer Angststörung findet man häufig auch andere Familienmitglieder, die von einer solchen betroffen sind. Ein einzelnes, verantwortliches Gen konnte bisher jedoch noch nicht identifiziert werden. Neurobiologisch zeigen sich bei Menschen mit einer Angststörung vor allem Veränderungen von Neurotransmittersystemen des Gehirns (v.a. Serotonin). Schließlich können auch mehrere psychische Faktoren beteiligt sein, wie etwa Fehlkonditionierungen, frühkindliche Traumata, elterliche Erziehungsstile oder auch akuter Stress und Belastungen. Generell geht man also zurzeit davon aus, dass zu einer genetisch bedingten Vulnerabilität, die sich in neurobiologischen Veränderungen des Gehirns zu manifestieren scheint, psychologische Faktoren hinzukommen.

Diagnostik von Angststörungen

Je früher eine Angststörung diagnostiziert wird, desto schneller und effektiver kann eine adäquate Therapie erfolgen. Die Diagnose wird dabei in der Regel von einem Facharzt für Psychiatrie gestellt. Die Basis bildet ein ausführliches Gespräch zwischen Arzt und Patient. Das Einbeziehen von Angehörigen oder sonstigen engen Bezugspersonen mit Einverständnis des Patienten kann dabei wichtige Zusatzinformationen liefern. Da Betroffene häufig aufgrund der körperlichen Begleiterscheinungen den Arzt aufsuchen und nicht primär ihre Ängste schildern, müssen schließlich auch körperliche Erkrankungen ausgeschlossen werden. Dazu dienen die körperliche Untersuchung und verschiedenste zusätzliche Maßnahmen (Blutuntersuchung, EKG, etc.).

Therapie von Angststörungen

Die Therapie einer Angststörung basiert in erster Linie auf psychotherapeutischen Ansätzen (Verhaltenstherapie) und medikamentöser Therapie. Das Ziel der Verhaltenstherapie ist es, den Betroffenen zu helfen, ihre Ängste zu kontrollieren und auch zu verstehen. Einen wesentlichen Bestandteil stellt dabei die Konfrontation mit den angstauslösenden Objekten oder Situationen dar. Für die medikamentöse Behandlung stehen zahlreiche angstlösende Arzneimittel zur Verfügung. Am häufigsten zur Anwendung kommen sogenannte SSRI (selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) und SNRI (Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer). Die Wahl der jeweiligen Therapieform ist von Patient zu Patient unterschiedlich und hängt stark von der Form und Ausprägung der Angststörung ab. Generell sind Angststörungen jedoch sehr gut behandelbar.

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