Demenzerkrankungen

Allgemeines über Demenzerkrankungen

Demenz ist eine chronische Erkrankung des Gehirns, die mit einer zunehmenden Beeinträchtigung der kognitiven Funktionen einhergeht. Betroffene leiden unter anderem an Vergesslichkeit und haben Schwierigkeiten bei der Bewältigung von Alltagskompetenzen. Die häufigste Form der Demenz ist die Alzheimer-Krankheit.

Epidemiologie von Demenzerkrankungen

Aktuell leben Schätzungen zufolge zwischen 115.000 und 130.000 Menschen in Österreich mit einer Form der Demenz. Dabei stellt die Demenz vom Alzheimer-Typ (AD) mit etwa 50-70% die häufigste Form dar, gefolgt von vaskulärer Demenz und Lewy-Körperchen-Demenz. Die Häufigkeit der AD ist deutlich altersabhängig. So sind in Europa nur 0.035% aller 45- bis 64-Jährigen, jedoch etwa 20% aller über 90-Jährigen davon betroffen. Frauen erkranken dabei häufiger als Männer.

Entstehung und Symptomatik von Demenzerkrankungen

Demenz ist ein Oberbegriff von Krankheitsbildern, die mit einem fortschreitenden Verlust von kognitiven Fähigkeiten einhergehen. Dieser Verlust kann sowohl auf degenerativen, als auch nichtdegenerativen Erkrankungen des Gehirns beruhen. Die mit Abstand häufigste Form der Demenz ist die Demenz vom Alzheimer-Typ. Die Ursache derer ist zwar noch nicht vollständig geklärt, jedoch weiß man heutzutage bereits, dass die Bildung sogenannter Tau-Fibrillen und die Entstehung amyloider Plaques maßgeblich daran beteiligt sind. Neben dieser bekannteren Form der Demenz gibt es jedoch auch zahlreiche andere Krankheiten oder Zustände, die eine Demenz hervorrufen können. Darunter fallen etwa Gefäßerkrankungen, Infektionen des Gehirns, Stoffwechselstörungen, Schädel-Hirn-Verletzungen, Tumoren und viele mehr. Einige dieser Ursachen sind reversibel, bei anderen sind hingegen nur begrenzte therapeutische Interventionen möglich.

Bei einer Demenz können unter anderem geistige Funktionen wie Gedächtnis, Orientierung, Lernfähigkeit, Aufmerksamkeit, Sprache und logisches Denken betroffen sein und zu Problemen bei der Bewältigung des Alltags führen. Erste Symptome sind oft Gedächtnisstörungen („Vergesslichkeit“), wobei dabei vor allem das Kurzzeitgedächtnis betroffen ist. Dazu können Wortfindungsstörungen, Beeinträchtigungen der zeitlichen und örtlichen Orientierung und Konzentrationsprobleme hinzukommen. Besonders belastend für Betroffene und deren Angehörige können psychische Symptome darstellen. Demenzkranke verlieren oft das Interesse an ihrer Umgebung, reagieren auf bestimmte Situationen mit Ängstlichkeit und können andererseits auch oft ein gereiztes bzw. aggressives Verhalten zeigen. Dies erfordert sehr viel Geduld, Einfühlungsvermögen und Kenntnisse über den richtigen Umgang der pflegenden Personen und ist daher nicht selten mit Ängsten bei Angehörigen assoziiert.

Diagnostik von Demenzerkrankungen

Eine frühzeitige Diagnose stellt die Grundlage der Behandlung und einer adäquaten Betreuung von Erkrankten und Angehörigen dar. Am Beginn der Diagnostik steht dabei ein ausführliches Arzt-Patienten-Gespräch (Anamnese), bestenfalls unter Einbeziehung Angehöriger. Dabei ist vor allem die genaue Beschreibung der Symptome und eventuell vorbestehender Begleiterkrankungen von Bedeutung. Die körperliche Untersuchung, Laboruntersuchungen und das EKG können Aufschluss über den allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten geben und somit Risikofaktoren für die Entstehung einer Demenz aufdecken. Außerdem wichtig in der Diagnostik der Demenzerkrankungen sind neuropsychologische Untersuchungen. Diese dienen etwa dazu, Defizite in verschiedenen Bereichen wie Orientierung, Merkfähigkeit, Konzentration und Sprachverständnis aufzudecken und deren Schweregrad zu bestimmen. Schließlich kann durch bildgebende Verfahren (MRT, CT) oder andere speziellere Untersuchungen der Zustand des Gehirns genauer betrachtet und mögliche Ursachen, wie z.B. Tumore, Gefäßveränderungen oder Infektionen, aufgedeckt werden.

Therapie von Demenzerkrankungen

Viele Formen der Demenz sind bisher nicht heilbar, können jedoch durchaus behandelt werden. Das Ziel der Therapie liegt darin, das Fortschreiten der Symptome zu verzögern, die Lebensqualität der Betroffenen aufrechtzuerhalten und auch die Belastung der Pflegenden so gering wie möglich zu halten.

Beruht die Demenz auf einer erkennbaren Ursache, so liegt das Augenmerk zunächst auf der Behandlung dieser. Zur Therapie der Alzheimer-Krankheit bzw. der demenztypischen Symptome stehen heutzutage bereits zahlreiche Medikamente zur Verfügung, sogenannte Antidementiva. Außerdem sind begleitende nicht-medikamentöse Maßnahmen von großer Bedeutung, um die kognitive Leistung und psychische Befindlichkeit positiv zu beeinflussen. Dazu gehört zum Beispiel Gedächtnistraining, Ergotherapie, künstlerische Therapien (u.a. Musiktherapie, Kunsttherapie, Tanztherapie) und auch sensorische Verfahren (z.B. Aromatherapie).

Zur Therapie von Demenzerkrankungen bietet Pfizer folgende Produkte an:
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