Demenzerkrankungen

Epidemiologie

  • Im Jahr 2000 waren in Österreich ca. 90.500 Menschen von einer demenziellen Erkrankung betroffen. Bis zum Jahr 2050 wird ein Anstieg auf 262.300 Demenzkranke erwartet.
  • Die häufigste Form der Demenz ist die Alzheimer-Demenz mit 60-80%, gefolgt von der vaskulären Demenz (10-25%) und der Lewy-Körper-Demenz (7-25%).
  • Die Prävalenz der Demenz steigt mit dem Alter an und verdoppelt sich nach dem 60. Lebensjahr alle fünf Jahre. 1% der 60-64 Jährigen ist von einer Demenz betroffen, bei über 85-Jährigen sind es bereits 30-40%. Bei über 100-Jährigen beträgt die Prävalenz 50%.

Allgemeines

  • Die Demenz wird laut ICD-10 definiert über Störungen des Gedächtnisses, später auch über den Verlust früher erlernter und vertrauter Inhalte, Störungen des Denkvermögens (Verminderungen des Ideenflusses, beeinträchtigtes Urteilsvermögen und gestörte Informationsverarbeitung) und Störungen der emotionalen Kontrolle (gestörtes Sozialverhalten, Störung der Motivation). Diese Symptome müssen über sechs Monate andauern.
    • Zur Diagnostik werden beispielsweise die Mini Mental State Examination, der Uhren-Test, oder der Mini-Cog eingesetzt.
      • Die Demenzarten unterscheiden sich histopathologisch sowie in ihrer Pathogenese.
      • Die Demenz vom Alzheimer-Typ geht häufig mit einer Hirnatrophie (besonders temperoparietal), mit senilen Plaques, sogenannten Alzheimer-Fibrillen, Zellnekrosen und häufig mit einer Amyloidangiopathie einher. Die zerebrale Acetylcholinkonzentration ist verringert, wahrscheinlich als Folge und nicht als Ursache der Neuronenuntergänge.
      • Die vaskuläre Demenz entsteht typischerweise als Folge mehrerer kortikaler und/oder subkortikaler Infarkte bei Makro- und Mikroangiopathien.
      • Die Lewy-Body-Demenz geht mit den sogenannten Lewy-Körpern in kortikalen Neuronen (PAS-positive Einschlüsse), wie sie auch bei M. Parkinson vorkommen, einher.
      • Mischformen sind häufig.
  • Zur Therapie der Alzheimerdemenz sind Acetylcholinesterasehemmer (AChE-Hemmer), die den Abbau des Acetylcholins blockieren, Mittel der Wahl. Zusätzlich kommen auch sogenannte „Nootropika“ und N-Methyl-D-Aspartat (NMDA)-Rezeptorantagonisten zum Einsatz.

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