Depressive Erkrankungen

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Allgemeines über depressive Erkrankungen

Depressionen sind psychische Erkrankungen, die durch einen Zustand gedrückter Stimmung, Interessensverlust und Antriebshemmung über einen längeren Zeitpunkt gekennzeichnet sind. Diese Krankheitsbilder sind nicht zu verwechseln mit einer vorübergehenden depressiven Verstimmung.

Epidemiologie depressiver Erkrankungen

Depressionen gehören zu den häufigsten und gleichzeitig zu den meistunterschätzten Erkrankungen. Nach Studien der WHO werden Depressionen als belastendste Krankheitsgruppe eingeordnet, noch vor anderen Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus oder koronaren Herzkrankheiten. In Österreich leiden etwa 415.000 Personen (5.7%) an einer ärztlich diagnostizierten Depression. Weitere 139.000 Personen bezeichnen sich ohne ärztliche Diagnose als depressiv. Jährlich erkranken etwa 1-2 von 100 Menschen, dabei sind Frauen fast doppelt so häufig betroffen als Männer. Depressionen können in jedem Lebensalter auftreten, wobei die häufigsten Neuerkrankungen zwischen dem 15. und 30. Lebensjahr zu verzeichnen sind. Es besteht zudem die Tendenz, dass die Erkrankungsraten vor allem in den jüngeren Altersgruppen zunehmen.

Entstehung und Symptomatik depressiver Erkrankungen

Auf neurobiologischer Ebene beruhen Depressionen auf dem Mangel an bestimmten Stoffen (Serotonin bzw. Noradrenalin) im Gehirn. Diese sogenannten Neurotransmitter führen unter anderem zur charakteristischen gedrückten Stimmung, zu Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit, Antriebsmangel, Konzentrationsschwächen und Ängstlichkeit. Betroffene sind energie- und lustlos, verfolgen keine Ziele mehr, reduzieren Außenkontakte, ihren Beruf und oft auch Tätigkeiten wie Nahrungsaufnahme und Hygiene. Depressive Menschen sind also durch ihre Erkrankung meist in ihrer gesamten Lebensführung beeinträchtigt.

Depressive Erkrankungen können verschiedene Ursachen haben. Allgemein wird von einem Zusammenspiel biologischer (z.B. genetisch, hormonell oder organisch) und psychosozialen Faktoren ausgegangen. Welche Gewichtung diese verschiedenen Faktoren aufweisen, kann von Patient zu Patient unterschiedlich sein. Betroffene besitzen oft eine durch verschiedenste Faktoren hervorgerufene geringere Toleranz gegenüber Belastungsfaktoren als gesunde Menschen. Das Auftreten der Erkrankung selbst soll aber erst im Zusammenspiel mit bestimmten Auslösefaktoren (z.B. hormonelle Umstellung, körperliche Erkrankungen oder psychosoziale Faktoren wie Verluste, Trennungen, berufliche Überforderung, etc.) bedingt werden.

Diagnostik depressiver Erkrankungen

Nicht bei jeder gedrückten Stimmung liegt automatisch eine Depression vor, weshalb die Abgrenzung einer solchen in der Diagnostik eine wesentliche Rolle spielt. Dafür wurden bestimmte Kriterien angelegt, um genau definieren zu können, wann wirklich eine Depression vorliegt. Zu den Hauptsymptomen gehören dabei eine niedergeschlagene Stimmung, Interessensverlust und eine Antriebs- und Aktivitätsminderung. Die Diagnosestellung basiert dabei auf einem ausführlichen Gespräch zwischen Arzt und Patient, bei dem neben den aktuellen Beschwerden auch auf Vorerkrankungen oder familiäre Belastungen eingegangen wird. Um eine sichere Diagnose stellen zu können, müssen die Betroffenen schließlich auch körperlich untersucht werden, um mögliche organische Ursachen für die Erkrankung ausschließen zu können. Je früher dabei eine korrekte Diagnose gestellt wird, desto besser kann die Erkrankung therapeutisch beeinflusst werden und desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass es zu gesundheitlichen und sozialen Folgen kommt. 

Therapie depressiver Erkrankungen

Das Ziel der Therapie ist neben der Verminderung der depressiven Symptome vor allem das Wiedererlangen eines seelischen Gleichgewichts und die Wiederherstellung der beruflichen und psychosozialen Leistungsfähigkeit. Die Behandlung lässt sich dabei in Akuttherapie während einer aktuellen depressiven Phase, Erhaltungstherapie nach Abklingen dieser Phase und Langzeittherapie zur Prophylaxe zukünftiger Episoden unterteilen. Das genaue Behandlungsschema ist je nach Patient individuell und z.B. abhängig von der Schwere der Symptome und vom bisherigen Verlauf der Erkrankung. Grundsätzlich stehen medikamentöse, psychotherapeutische und unterstützende Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Für die medikamentöse Therapie sind insbesondere verschiedene Klassen von Antidepressiva zugelassen. Kombiniert mit Psychotherapie und anderen unterstützenden Maßnahmen sollen die Patienten bestmöglich dabei unterstützt werden, die Lebensfreude so rasch wie möglich wiederzuerlangen.

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