Migräne

Allgemeines über Migräne

Bei der Migräne handelt es sich um eine neurologische Erkrankung mit periodisch auftretenden Attacken heftiger, häufig einseitiger Kopfschmerzen, die bei körperlicher Aktivität zunehmen. Dieser Kopfschmerz wird typischerweise von vegetativen Symptomen wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Lichtscheu und Geruchs- und Lärmempfindlichkeit begleitet.

Epidemiologie der Migräne

Migräne gehört zu den häufigsten Kopfschmerzformen. In Österreich leiden etwa 11.3% der Bevölkerung an der Erkrankung, wobei sich die meisten Betroffenen zwischen ihrem 20. und 50. Lebensjahr befinden. Während dieser Lebensphase sind Frauen bis zu dreimal häufiger betroffen als Männer. Oft tritt Migräne familiär auf. Die Krankheit manifestiert sich zumeist während der Pubertät oder im jüngeren Erwachsenenalter. Vor der Pubertät beträgt die Häufigkeit der Migräne etwa 4-5%.

Entstehung und Symptomatik der Migräne

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Migräne ohne Aura und Migräne mit Aura. Die Migräne ohne Aura ist charakterisiert durch episodisch auftretende, meist einseitige Kopfschmerzen, die häufig im Nacken beginnen und sich im Verlauf über die Kopf- und Schläfenregion bis in das Gesicht ausbreiten. Sie halten im Normalfall über 4 bis 72 Stunden an, verstärken sich bei körperlicher Aktivität und können von Erscheinungen wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Lichtscheu (Photophobie), Lärm- (Phonophobie) und Geruchsempfindlichkeit (Osmophobie) begleitet sein. Bei einem Teil der Patienten treten zusätzlich zu den Kopfschmerzen neurologische Reiz- und Ausfallerscheinungen auf, die als Migräneaura bezeichnet werden. Dazu gehört die Wahrnehmung von Lichtblitzen, Wortfindungsstörungen, Gesichtsfeldbeeinträchtigungen und auch vorübergehende Lähmungen der Extremitäten.

Über kaum eine andere Kopfschmerzerkrankung konnten in den vergangenen Jahren so viele neue Erkenntnisse gewonnen werden wie über die Migräne. Nach heutiger Vorstellung geht man von einem durch verschiedenste Triggerfaktoren (z.B. Stress, prämenstruelles Syndrom, Schlafentzug, etc.) vorübergehenden Ausfall von Zentren im Hirnstamm aus, welche die Schmerzempfindung unterdrücken. Es kommt zu einer Art Entzündung von Blutgefäßen im Gehirn, die wiederum zu einer erhöhten Ausschüttung von Schmerzbotenstoffen und somit zu den typischen Kopfschmerzen führt. Eine wichtige Rolle in dieser Kaskade und somit auch in der Therapie spielen dabei vor allem die Botenstoffe Serotonin und Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP).

Diagnostik der Migräne

Da Schmerzen nicht sichtbar gemacht werden können, basiert die Diagnose der Migräne fast ausschließlich auf einem ausführlichen Gespräch mit dem Patienten (Anamnese). Dabei sind vor allem die exakte Beschreibung der Kopfschmerzen von großer Bedeutung. Auch das Führen eines Kopfschmerztagebuches kann die Diagnose für den Arzt erleichtern. Zusätzliche Untersuchungen, wie etwa das EEG oder bildgebende Verfahren (CT, MRT) dienen hauptsächlich dem Ausschluss anderer Erkrankungen (z.B. einer Gehirnblutung).

Therapie der Migräne

Die Behandlung der Migräne beruht sowohl auf medikamentösen, als auch auf nicht-medikamentösen Methoden. Grundsätzlich werden Migräneanfälle im Akutstadium therapiert. Dazu kommen vor allem Schmerzmittel (NSARs), Medikamente gegen Übelkeit (Antiemetika) und bei schwererem Verlauf sogenannte Triptane zum Einsatz. Bei sehr häufigen, langen oder komplizierten Migräneattacke werden zusätzlich vorbeugende Maßnahmen (Migräne-Prophylaxe) angewandt. Dafür werden in erster Linie Betablocker, Kalziumantagonisten oder Antikonvulsiva eingesetzt.

Die medikamentöse Therapie kann durch bestimmte psychologische Verfahren wie etwa Entspannungsverfahren oder Biofeedback ergänzt werden. Nach aktueller Datenlage wird auch regelmäßiger Ausdauersport zur Prophylaxe von Migräne empfohlen. Schließlich gilt es aber auch, bekannte auslösende Faktoren eines Migräneanfalls zu eruieren und wenn möglich auszuschalten.

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