Migräne

Epidemiologie

  • In Österreich leiden ca. 10% der Bevölkerung an Migräne.
  • Frauen sind häufiger betroffen als Männer.
  • Der Altersgipfel liegt zwischen 25 und 55 Jahren.

Allgemeines

  • Die Ätiologie der Migräne wird weiterhin diskutiert, wobei Durchblutungsstörungen (besonders vasodilatatorische Effekte) bestimmter Hirnrindenregionen eine entscheidende Rolle spielen. Ebenfalls werden genetische Dispositionen diskutiert.
  • Migräne ist gekennzeichnet durch typische 4-72 Stunden anhaltende Kopfschmerzattacken, kann aber auch mit verschiedensten Begleiterscheinungen (z.B. einer sogenannten Aura) und neurologischen Ausfällen kombiniert sein.
  • Es werden verschiedene Formen der Migräne unterschieden:
    • Die klassische Migräne geht ohne Aura einher, ist gekennzeichnet durch einen meist einseitigen, pulsierenden Kopfschmerz und ist oft begleitet von Übelkeit und Erbrechen.
    • Bei der komplizierten Migräne treten beachtliche neurologische Ausfälle auf.
    • Sehr häufig ist auch die ophthalmische Migräne, bei der dem eigentlichen Kopfschmerz visuelle Symptome vorausgehen (z.B. Flimmerskotome). Lichtscheue, Lärmempfindlichkeit und Appetitlosigkeit sind Begleitsymptome.
    • Weitere Migräneformen sind die Migraine accompagnée (geht meistens mit Parästhesien einher) oder die ophthalmoplegische Migräne.
  • Auslösende Faktoren einer Migräneattacke können unter anderem photische Stimuli, Menses, psychische Belastungen, diätetische Faktoren oder traumatische Ereignisse sein.
  • Therapeutisch unterscheidet man zwischen einer Intervall- und einer Anfallstherapie. Eine Intervalltherapie wird nötig, wenn Migräneanfälle häufiger als einmal pro Woche auftreten.
  • Die Leitlinie der deutschen Gesellschaft für Neurologie empfiehlt für die Akuttherapie einer Migräneattacke Triptane und NSAR als erste Wahl. Triptane wirken über 5-HT1B/1D-Agonisten (Serotoninrezeptoren), welche zu einer Vasokonstriktion der Hirnrindengefäße führen und so zu einer Besserung der Symptomatik. Zur Intervalltherapie werden unter anderem Beta-Blocker, Calciumantagonisten und Antikonvulsiva eingesetzt.

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