Morbus Parkinson

Allgemeines über Morbus Parkinson

Morbus Parkinson (auch idiopathisches Parkinson-Syndrom, IPS) ist eine degenerative Erkrankung des Nervensystems, die durch einen kontinuierlichen Verlust bestimmter Nervenzellen gekennzeichnet ist. Der folgende Mangel am Botenstoff Dopamin führt schließlich zu den für die Krankheit typischen Bewegungsstörungen.

Epidemiologie des Morbus Parkinson

Morbus Parkinson ist eine der häufigsten neurologischen Krankheiten. Je nach Land und Region leiden zwischen 60-200/100.000 Menschen daran, in Österreich geht man von rund 16.000 Betroffenen aus. Die Häufigkeit der Erkrankung nimmt dabei mit dem Alter zu. In der Altersgruppe der über 60-Jährigen zeigen rund 2% ein Parkinson-Syndrom, bei den über 80-Jährigen etwa 3%. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen. Das Erkrankungsalter liegt bei der Mehrzahl der Patienten jenseits des 40. Lebensjahres und etwa ein Viertel der Betroffenen hat mindestens einen Verwandten 1. Grades, der ebenfalls die Parkinson-Krankheit hat.

Entstehung und Symptomatik des Morbus Parkinson

Der Parkinson-Krankheit liegt ein Dopamin-Mangel aufgrund eines fortschreitenden Verlustes bestimmter Nervenzellen zugrunde. Dopamin ist ein wichtiger Botenstoff (Neurotransmitter) des Gehirns für Bewegungen, aber auch für andere vegetative und psychische Funktionen wie etwa Glücksgefühle, Motivation und Neugierde. Bei Morbus Parkinson werden vorwiegend Nervenzellen der sogenannten Substantia nigra, aber auch solche aus anderen Bereichen des Gehirns sowie des Nervensystems des Magen-Darm-Trakts zerstört, wodurch zunehmend weniger Dopamin gebildet werden kann. Dies führt zunächst häufig zu Schmerzen in den Extremitäten oder der Wirbelsäule und später zu den typischen motorischen und nicht-motorischen Symptomen. Motorische Symptome umfassen vor allem das Zittern der Arme und Beine (Tremor), kleinere und langsamere Bewegungen (Hypo-/Bradykinese), Steifheit (Rigor) und eine typische Körperhaltung (vornübergebeugt, mit hängenden Schultern). Zu den nicht-motorischen Symptomen gehören zum Beispiel Riechstörungen, Obstipation, Dranginkontinenz, Blutdruckstörungen und auch Schlafstörungen.

Die Ursache dieser Degeneration von Nervenzellen, die bei etwa 5% der Betroffenen familiär auftritt und somit vererbt wird, ist noch immer nicht vollständig bekannt. Man geht von sehr komplexen zugrundeliegenden Prozessen aus, unter denen genetische, metabolische und auch umweltbedingte Faktoren eine Rolle spielen.

Diagnostik des Morbus Parkinson

Die Diagnose des Morbus Parkinson erfolgt primär anhand der Symptome. Neben dem Leitsymptom einer Verlangsamung, Verzögerung und Verminderung von Bewegungen („Akinese“) sollte dabei mindestens ein weiteres Anzeichen, wie etwa Tremor oder Rigor, vorhanden sein. Hinweisend kann außerdem ein einseitiger Beginn mit bleibender Asymmetrie sein. Besteht der Verdacht auf Morbus Parkinson, wird in der Regel der sogenannte „L-Dopa-Test“ durchgeführt. Bei diesem wird überprüft, ob sich die Beschwerden durch die Einnahme eines Parkinson-Medikamentes mit dem Wirkstoff „L-Dopa“ verbessern. Bildgebende Verfahren wie CT oder MRT dienen in erster Linie dem Ausschluss von Erkrankungen, die zu ähnlichen Symptomen führen. Beim Morbus Parkinson sind diese jedoch meist unauffällig.

Therapie des Morbus Parkinson

Die Parkinson-Krankheit ist zwar nicht heilbar, lässt sich heutzutage jedoch sehr gut behandeln. Da die Ausprägung und der Verlauf der Erkrankung je nach Patient sehr unterschiedlich sein kann, gilt es, die Behandlung individuell anzupassen. Die medikamentöse Therapie zielt darauf ab, den Mangel an Dopamin auszugleichen. Eingesetzt werden dabei in der Regel L-Dopa, Dopaminagonisten oder MAO-B-Hemmer. Neben medikamentösen Maßnahmen sind außerdem Physiotherapie, Logopädie und Bewegungsübungen von großer Bedeutung in der Behandlung des Morbus Parkinson. Auch invasive Verfahren wie z.B. die Tiefe Hirnstimulation werden heutzutage angewendet. All diese Therapiestrategien führen dazu, dass die Lebensqualität der Betroffenen deutlich verbessert wird.

Zur Behandlung von Morbus Parkinson bietet Pfizer das folgende Produkt an:
Um Zugang zu erhalten, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich.