Schizophrenie

Allgemeines über die Schizophrenie

Die Schizophrenie ist eine psychische Erkrankung, bei der es zu Störungen in Bereichen wie Wahrnehmung, Denken und Verhalten kommt. Betroffene sind oft nicht in der Lage, zwischen Wirklichkeit und eigener Realität zu unterscheiden. 

Epidemiologie der Schizophrenie

Jährlich erkranken weltweit etwa 11-20 von 100.000 Personen an Schizophrenie. Das Risiko, mindestens einmal im Leben daran zu erkranken, beträgt zwischen 0.5-1.6%. Grundsätzlich kann sich die Krankheit in jedem Lebensalter manifestieren, bevorzugt tritt sie allerdings zwischen dem 15. und 30. Lebensjahr auf. Männer und Frauen sind dabei etwa gleich häufig betroffen, wobei erstere im Durchschnitt etwa 3-4 Jahre früher erkranken. Schizophreniekranke weisen außerdem aufgrund einer höheren Rate an Suiziden und tödlichen Unfällen sowie körperlichen Erkrankungen (v.a. Herz-Kreislauf- und Lungenerkrankungen) eine niedrigere Lebenserwartung auf.

Entstehung und Symptomatik der Schizophrenie

Die Symptome der Schizophrenie können bei jedem Patienten höchst unterschiedlich sein und praktisch fast alle psychischen Funktionen (z.B. Wahrnehmung, Denken, Affektivität, Antrieb, Psychomotorik) betreffen. Man unterscheidet dabei zwischen episodisch auftretenden, akuten psychotischen Zuständen und einer chronischen Krankheitsphase mit andauernden Symptomen. Typisch für eine akute Psychose ist meist eine sogenannte Positivsymptomatik. Dazu zählt z.B. das Hören von Stimmen, Verfolgungswahn und Halluzinationen. Während der chronischen Phase überwiegt meist die sogenannte Negativsymptomatik. Betroffene sind eher antriebslos, haben Schwierigkeiten, soziale Kontakte zu knüpfen und ziehen sich zurück. Menschen mit Schizophrenie haben entgegen weit verbreiteter Annahme jedoch keine „gespaltene Persönlichkeit“.

Die genauen Ursachen für die Entstehung der Schizophrenie sind bis heute nicht vollständig geklärt. Zurzeit geht man vom sogenannten „Vulnerabilitäts-Stress-Coping-Modell“ aus. Dieses geht von einer Vulnerabilität (Verletzlichkeit) bzw. bestimmten Disposition für das Entwickeln einer Schizophrenie aus, deren Ursache sowohl genetisch, als auch nicht-genetisch sein kann. Andere Faktoren, wie z.B. Umweltfaktoren, biographische Faktoren, usw. führen schließlich bei nicht ausreichenden Bewältigungsmöglichkeiten zur Auslösung und Aufrechterhaltung der Störung. Neurobiochemisch ist diese vor allem durch ein Ungleichgewicht an bestimmten chemischen Substanzen (Botenstoffen), vor allem des Dopamins, im Gehirn gekennzeichnet.

Diagnostik der Schizophrenie

Die Diagnostik der Schizophrenie beruht auf einem ausführlichen Gespräch mit einem erfahrenen Psychiater. Dabei müssen verschiedenste Kriterien bezüglich Art und Dauer der Symptome erfüllt sein, um die Krankheit feststellen zu können. Dazu zählen z.B. das Lautwerden von Gedanken, Wahnwahrnehmungen oder Halluzinationen. Die Voraussetzung ist außerdem, dass diese psychotischen Störungen über mindestens ein Monat anhalten. 

Bei jeder Erstmanifestation einer Schizophrenie müssen andere, körperliche Ursachen für die Symptome ausgeschlossen werden. Dazu sind eine gründliche körperliche und neurologische Untersuchung, eine Blutuntersuchung, ein Drogen-Screening und eine bildgebende Untersuchung des Gehirns mittels MRT oder CT notwendig.

Therapie der Schizophrenie

Schizophrenie ist heutzutage sehr gut behandelbar, jedoch nicht immer heilbar. Im Vordergrund steht dabei die medikamentöse Therapie (v.a. mittels Neuroleptika/Antipsychotika), kombiniert mit Psycho- und Soziotherapie. Antipsychotika helfen dabei vor allem gegen Positivsymptome wie Wahn oder Halluzinationen. Psycho- und soziotherapeutische Maßnahmen dienen dem Erlernen von Bewältigungsmechanismen und dem Erkennen sowie Bewältigen der Wirklichkeit. Das Ziel der Behandlung ist die weitgehende Symptomfreiheit und somit die Ermöglichung eines weitgehend normalen Lebens.

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