Psoriasis-Arthritis (PsA)

Allgemeines über die Psoriasis-Arthritis

Die Psoriasis-Arthritis (PsA) ist eine chronisch entzündliche rheumatische Erkrankung, die bei einigen Patienten mit Psoriasis (Schuppenflechte) auftritt. Sie ist durch eine entzündliche und schmerzhafte Schwellung einzelner Gelenke charakterisiert. Häufig sind auch Weichteile, wie z.B. die Achillessehne oder die Augen betroffen.

Epidemiologie der Psoriasis-Arthritis

In Österreich sind etwa 300.000 Menschen von einer Schuppenflechte betroffen. Zahlen über die Häufigkeit des Auftretens einer zusätzlichen Arthritis im Rahmen dieser Erkrankung sind je nach untersuchter Population sehr variabel. Man schätzt, dass zwischen 5% und 20% der Psoriatiker von einer PsA betroffen sind, dabei Männer und Frauen etwa gleich häufig. Bei schwereren Verläufen der Schuppenflechte sogar bis zu 30%. Dennoch sind auch Fälle einer Psoriasis-Arthritis mit nur geringfügiger oder sogar fehlender Hautbeteiligung keine Seltenheit. Bei etwa 15% der Betroffenen beginnen die charakteristischen Haut- und Gelenkveränderungen gleichzeitig. Meist gehen jedoch die Haut- den Gelenksymptomen voraus.

Entstehung und Symptomatik der Psoriasis-Arthritis

Die Psoriasis-Arthritis ist eine Krankheit des rheumatischen Formenkreises. Wie auch bei der Schuppenflechte handelt es sich um eine Autoimmunkrankheit, bei der das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift. Bei beiden Erkrankungen werden durch diese autoimmunologischen Prozesse Entzündungen ausgelöst: einerseits auf der Haut (Psoriasis), andererseits in den Gelenken (Arthritis). Die genauen Ursachen, die zu einer PsA führen, sind bis heute noch nicht vollständig geklärt. Man geht jedoch davon aus, dass mehrere Faktoren in Kombination eine Rolle bei deren Entstehung spielen. Dazu zählen genetische, immunologische und Umweltfaktoren. So kann z.B. eine Veranlagung zur Psoriasis-Arthritis weitervererbt werden, als auch der Ausbruch der Krankheit durch Infektionen, Medikamente, Allergien u.Ä. verursacht werden.

Am häufigsten von der Psoriasis-Arthritis betroffen sind einzelne Finger- oder Zehengelenke. Sind alle Gelenke eines Fingers oder eines Zehs betroffen, erscheinen diese oft wurstförmig verdickt. Man spricht dann von sogenannten „Wurstfingern“ oder „Wurstzehen“. Zusätzlich können Gelenkentzündungen auch in anderen Gelenken, z.B. im Knie- oder Sprunggelenk sowie im unteren Rücken auftreten. Die befallenen Gelenke zeigen dabei typische Entzündungszeichen wie Schwellung, Hitze, Druckschmerzhaftigkeit und Spontanschmerzhaftigkeit. Außerdem kann es bei längerem Bestehen der Erkrankung zu Formveränderungen kommen. Im Gegensatz zur rheumatoiden Arthritis kann es bei der PsA schließlich auch zu Entzündungen der Sehnenansätze (z.B. Achillessehne) kommen. Man spricht dann von einer Enthesitis. Der Verlauf der Psoriasis-Arthritis ist schubhaft. Diese Schübe wechseln sich mit unterschiedlich langen beschwerdearmen bis -freie Phasen ab.

Diagnostik der Psoriasis-Arthritis

Die korrekte Diagnose der PsA ist von großer Bedeutung, da davon in erster Linie auch die Therapie abhängt. Ein wichtiges Kriterium der Diagnostik stellt daher für den Arzt/die Ärztin die Abgrenzung einer Psoriasis-Arthritis von anderen chronisch entzündlichen Gelenkerkrankungen (z.B. Rheumatoide Arthritis) dar. Charakteristische Laborparameter für die Diagnose der PsA gibt es nicht – es finden sich allenfalls erhöhte Entzündungswerte im Blut. Aus diesem Grund ist eine gründliche körperliche Untersuchung notwendig, bei der gegebenenfalls die bereits vorhandene Schuppenflechte begutachtet und die Gelenke untersucht werden. Einen weiteren Hinweis können außerdem Vorfälle bei Familienmitgliedern geben. Röntgenuntersuchungen, Ultraschalluntersuchungen oder eine MRT können typische Knochenveränderungen zeigen und somit schließlich den Verdacht auf eine PsA erhärten.

Therapie der Psoriasis-Arthritis

Eine Psoriasis-Arthritis ist grundsätzlich nicht heilbar. Mit einer adäquaten Therapie kann die Erkrankung jedoch meist so gut kontrolliert werden, dass der Krankheitsprozess hinausgezögert und die Symptome gelindert werden können bzw. phasenweise sogar ganz verschwinden. Die Behandlung der Psoriasis-Arthritis erfolgt zusätzlich zu einer physikalischen Therapie medikamentös. Man unterscheidet dabei Medikamente, die eine schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkung haben (Analgetika, NSAR, Glukokortikoide) und solche, die das Fortschreiten der Gelenkerkrankung und eine Gelenkzerstörung verhindern sollen (sogenannte Disease Modifying Antirheumatic Drugs, DMARDs). Welche speziellen Therapeutika zum Einsatz kommen, hängt immer vom Befallsmuster und der Ausprägung der Erkrankung beim jeweiligen Patienten ab.

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