Erektile Dysfunktion

 

Allgemeines über die erektile Dysfunktion

Die erektile Dysfunktion (ED) ist definiert als andauernde oder immer wiederkehrende Unfähigkeit, eine für einen befriedigenden Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu erreichen und aufrechtzuerhalten. Sie gehört zu den häufigsten sexuellen Funktionsstörungen des Mannes und kann die Lebensqualität des Betroffenen deutlich beeinträchtigen.

Epidemiologie der erektilen Dysfunktion

In Österreich leiden etwa zwischen 250.000 und 700.000 Männer an erektiler Dysfunktion. Die Häufigkeit ist dabei eng mit dem Alter verknüpft. Während im dritten Lebensjahrzehnt etwa 2.3% der Männer betroffen sind, steigt die Häufigkeit ab dem 70. Lebensjahr auf bis zu 53.4% an. Beim Großteil der Betroffenen liegt der ED eine organische Ursache zugrunde. Dennoch sind auch psychische Ursachen nicht zu vernachlässigen.

Entstehung und Symptomatik der erektilen Dysfunktion

Eine Erektion resultiert aus einem komplexen Zusammenspiel von Nerven, Hormonen, Blutgefäßen und psychischen Faktoren. Es kommt zu einem arteriellen Bluteinstrom in die Schwellkörper des Penis, während der venöse Abfluss hingegen gedrosselt wird.

Werden die Schwellköper nicht ausreichend durchblutet, kann die Erektion nicht aufrechterhalten oder auch gar nicht erreicht werden. Ein befriedigendes Sexualleben kann dadurch deutlich erschwert werden. Etwa 50-80% der erektilen Dysfunktionen sind organischen Ursprungs. Bei bis zu 30% der Betroffenen sind rein psychogene Ursachen (z.B. Ängste, Unsicherheiten, Stress, Depressionen, etc.) anzunehmen. In ca. 20% liegt eine Mischform vor. Bei organischen Ursachen können vaskuläre und nicht-vaskuläre Ursachen unterschieden werden. Bluthochdruck, Diabetes, erhöhte Cholesterinwerte und Nikotinabusus können zu arteriosklerotischen Gefäßveränderungen und somit zu Durchblutungsstörungen führen. Andere, nicht-vaskuläre, Ursachen wären etwa neurologische Erkrankungen (z.B. Bandscheibenvorfall, Nervenschädigung) oder hormonelle Störungen (Testosteronmangel, Schilddrüsenerkrankungen).

Diagnostik der erektilen Dysfunktion

Zur Abklärung einer erektilen Dysfunktion steht zu Beginn ein ausführliches Anamnesegespräch, wobei das Einbeziehen des Partners/der Partnerin sehr sinnvoll sein kann. Im Anschluss daran wird eine körperliche (urologisch und rektal), eine neurologische Untersuchung und meist auch eine Laboruntersuchung durchgeführt. Falls notwendig können darüber hinaus noch weitere Tests für die Diagnosestellung hilfreich sein, wie etwa ein Schwellkörperinjektionstest oder eine Ultraschalluntersuchung. Wird eine erektile Dysfunktion festgestellt, kann diese je nach Ursache behandelt werden.

Therapie der erektilen Dysfunktion

Die Therapie der erektilen Dysfunktion richtet sich primär nach der Ursache der Erkrankung, aber auch nach den Bedürfnissen und Wünschen des Betroffenen. Bei zugrundeliegenden Begleiterkrankungen steht zunächst die Behandlung dieser im Vordergrund, z.B. gute Einstellung eines Diabetes mellitus, Nikotinstopp, etc. Liegen der erektilen Dysfunktion psychische Ursachen zugrunde, kann eine psychiatrisch-psychologische Therapie sehr hilfreich sein. Sind jedoch organische Ursachen der Grund einer ED, kommen medikamentöse und operative Therapien zum Einsatz. Besonders bei der oralen medikamentösen Behandlung konnten in den vergangenen Jahren durch die Entwicklung neuer Substanzen, allen voran den sogenannten PDE-5-Hemmern, beeindruckende Erfolge erzielt werden. Andere Hilfsmittel, wie etwa Vakuumpumpen oder operative Eingriffe, können ebenfalls Möglichkeiten darstellen. Führen andere Therapieoptionen nicht zum Ziel, so bleibt die Möglichkeit eines Schwellkörperimplantats.

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