News-Archiv

Date of publishing: 24. März 2020
Sie haben hier die Möglichkeit, ein Online Gespräch mit unserem Spezialisten*in im Außendienst anzufordern....
Date of publishing: 10. März 2020
Die aktuellen S3-Leitlinien „Peri- und Postmenopause - Diagnostik und Interventionen“ der deutschen, schweizer und österreichischen Gesellschaften...
Date of publishing: 16. März 2020
In den letzten Jahren ist die Digitalisierung immer stärker auch im Gesundheitsbereich angekommen und hat einen Wandel bewirkt. Dies hat auch...
Date of publishing: 18. Februar 2020
Die Aplastische Anämie (AA) ist eine seltene Knochenmarkserkrankung. Hierbei sind im Knochenmark die hämatopoetischen Stammzellen (=Blutstammzellen...
Date of publishing: 26. Februar 2020

Im Schnitt kann jede 20. Person in Ihrer Arztpraxis von einer seltenen Erkrankung betroffen sein. Forschung bringt mehr Behandlungsmöglichkeiten.

Der 29. Februar steht weltweit im Zeichen seltener Erkrankungen. Ziel des „Rare Disease Day“ ist es, die Öffentlichkeit und politische Entscheidungsträger für die Auswirkungen zu sensibilisieren, die diese meist schweren und belastenden Krankheiten auf das Leben der Patienten haben. Die Entwicklung von Therapien ist schwierig. Doch Fortschritte in der Wissenschaft, gesundheitspolitische Maßnahmen und das Engagement von pharmazeutischer Industrie, Medizinern und Patientenvertretern haben dazu geführt, dass die Prognose und die Lebensqualität bei vielen seltenen Krankheiten immer besser werden. Ein Beispiel für kontinuierlichen Forschungseinsatz ist Pfizer: Das Unternehmen hat zurzeit 15 Therapien für seltene Erkrankungen in der klinischen Entwicklung. Einer der jüngsten Forschungserfolge ist eine Behandlung für eine seltene Lungenkrankheit bei jungen Frauen.

PP-PDP-AUT-0018/01.2020

Die Medizin kennt insgesamt rund 30.000 Krankheiten. Etwa 7.000 davon werden als „selten“ bezeichnet und unter dem Begriff „seltene Erkrankungen“ zusammengefasst. Laut EU-Definition gilt eine Erkrankung dann als selten, wenn sie maximal fünf von 10.000 Menschen betrifft.1 In Österreich gibt es insgesamt rund 400.000 Menschen mit einer seltenen Erkrankung2 – das entspricht der gesamten Bevölkerung Vorarlbergs.3

„Fünf Prozent der Bevölkerung sind von einer seltenen Erkrankung betroffen. Das bedeutet, dass in Österreich nahezu jede 20. Person, die in eine Arztordination kommt, an einer seltenen Erkrankung leiden könnte. Diese Tatsache verleiht dem Begriff ‘selten‘ eine ganz andere Dimension. Uns ist es wichtig, dass sich Ärztinnen und Ärzte dieser Tatsache bewusst sind und bei Symptomen, bei denen sie nicht mehr weiterwissen, auch an eine seltene Erkrankung denken“, sagt Marion Rottenberg aus dem Bereich Rare Disease bei Pfizer Austria.

Denn: Seltene Erkrankungen werden häufig sehr spät erkannt – bis zur richtigen Diagnose vergehen im Schnitt drei oder mehr Jahre.2 Eine frühe Diagnose kann jedoch entscheidend sein. „Die meisten seltenen Erkrankungen verlaufen chronisch, manche sind lebensbedrohlich. Aber für immer mehr Erkrankungen gibt es ursächliche Therapien. Je früher eine gezielte Behandlung beginnen kann, desto eher kann der Krankheitsverlauf gestoppt oder zumindest verlangsamt werden“, erklärt Dr. Sylvia Nanz, Medical Director bei Pfizer Austria.

Pfizer-Forschung für Patienten mit seltenen Erkrankungen

Da seltene Erkrankungen oft sehr komplex sind und immer nur eine kleine Patientenzahl betreffen, ist die Entwicklung von Therapien schwierig und teuer. Durch intensive Forschung wird die Situation aber langsam besser. 170 Medikamente hat die Europäische Kommission bis heute gegen seltene Erkrankungen zugelassen.5 Auch Pfizer trägt dazu bei. „Therapien gegen seltene Erkrankungen zu entwickeln, ist seit Jahren einer unserer zentralen Forschungsschwerpunkte“, erklärt Nanz.

Derzeit stellt Pfizer 14 Medikamente für die Behandlung von 18 seltenen Krankheiten zur Verfügung. 15 weitere Therapien befinden sich in der klinischen Entwicklung.

Im Zentrum der aktuellen Forschungsaktivitäten stehen Erkrankungen des Blutes (Hämophilie und Sichelzellanämie), neuromuskuläre Erkrankungen (z.B. unterschiedliche Formen von Muskelschwund wie Duchenne-Muskeldystrophie), Erkrankungen des zentralen Nervensystems (Friedreich-Ataxie), das nephrotische Syndrom (Kombination mehrerer Symptome durch eine Funktionsstörung der Niere), sowie Wachstumsstörungen. Da 8 von 10 aller seltenen Krankheiten durch einen genetischen Defekt ausgelöst werden,2 arbeitet Pfizer auch an Gentherapien. „Auf die Gentherapie werden sehr große Hoffnungen gesetzt. Gelingt es, den Gendefekt einer Krankheit zu reparieren, könnte es möglich werden, direkt die Ursache der Erkrankung zu beheben und sie potentiell zu heilen“, gibt Nanz einen Ausblick in die Zukunft.

Erste Therapie gegen seltene Lungenerkrankung s-LAM

Einer der jüngsten Forschungserfolge aus den Pfizer-Labors kommt jungen Frauen zugute, die an sporadischer Lymphangioleiomyomatose (S-LAM) leiden. S-LAM ist eine genetisch bedingte seltene Lungenkrankheit, die das Lungengewebe zerstört. Betroffen sind rund 40 Frauen in Österreich. Diese Patientinnen mussten damit leben, dass ihr Atem immer knapper wird. Nun bietet eine Behandlungsoption eine Chance, die Lungenfunktion zu stabilisieren.

 

Loggen Sie sich ein, um mehr zu erfahren

 

Info Icon Link-Tipps und weiterführende Informationen

 

Quellen:
1 Europäische Kommission; https://ec.europa.eu/health/non_communicable_diseases/rare_diseases_en. Aufgerufen am 20. Jänner 2020
2 Pro Rare Austria; https://www.prorare-austria.org/mitglieder/was-ist-eine-seltene-krankheit. Aufgerufen am 20. Jänner 2020
3 Statistik Austria; http://statistik.at/web_de/statistiken/menschen_und_gesellschaft/bevoelkerung/bevoelkerungsstand_und_veraenderung/bevoelkerung_im_jahresdurchschnitt/index.html. Aufgerufen am 20. Jänner 2020
4 Wakap et al. European Journal of Human Genetics, 2019
5 Europäische Kommission; http://ec.europa.eu/health/human-use/orphan-medicines/index_en.htm. Aufgerufen am 20. Jänner 2020

 

Date of publishing: 11. März 2020
Die österreichische Schmerzgesellschaft betont in ihrer soeben erschienen Patientenbroschüre, wie wichtig eine abgestufte Schmerzversorgung ist:...
Date of publishing: 14. Februar 2020
Im Alter hat man endlich Zeit für all das, was einem wichtig ist: Familie, Freunde, Hobbys oder Reisen. Es sind solche Momente, die den Menschen...
Date of publishing: 10. Februar 2020
Menschen zu einem gesünderen und längeren Leben mit mehr Lebensqualität verhelfen – das ist das Ziel von Pfizer. Unter dem Leitsatz „Breakthroughs...
Date of publishing: 6. Februar 2020

Für das (nicht-medikamentöse) Management verfahrensbedingter Schmerzen, z. B. nach Fersenstich oder Impfungen, ist die Studienevidenz allgemein schwach. Ein Cochrane Review, 2015 veröffentlicht, versuchte dennoch eine systematische Beurteilung – mit „gemischten“ Ergebnissen.

Neugeborene und Kleinkinder im Fokus

Aus über 8.000 durchgesehenen Arbeiten konnten letztlich nur 63 in den Review einfließen. Die eingeschlossenen Publikationen beschäftigten sich mit Schmerzen nach Fersenstich, Injektionen (Impfungen oder Vitamine), Blutabnahmen aus der Vene, Windelwechsel, Endotrachealabsaugung
oder Abwiegen. Früh- und Neugeborene sowie Kleinkinder bis zum Alter von drei Jahren kamen dabei als Patienten in Frage. Stillen, Musik und die „Känguru-Methode“, bei der Neugeborene Haut an Haut auf den Oberkörper eines Erwachsenen gelegt werden, waren nicht Gegenstand des
Reviews.

Die Autoren gruppierten die Interventionen in drei unterschiedliche Bereiche: Umweltmodifikation (wie Ruhe, gedämpftes Licht oder das Zusammenlegen mehrerer Prozeduren mit
dem Ziel, ein Zuviel an Manipulation zu vermeiden); kognitive Strategien (vor allem Ablenkung); oder verhaltensbezogene Strategien wie direkte oder indirekte Manipulation, z. B. Berührung/Massage, nicht-nutritives Saugenlassen (z. B. an einem Schnuller), Schaukeln
und dergleichen.

Weinendes Kleinkind

Forschungsbedarf bleibt

Nicht-nutritives Saugen, so die Autoren, dürfte über die genannte Altersspanne hinweg ein wirksames Mittel zur Schmerzreduktion sein. Allerdings war die zugrundeliegende Studienevidenz schwach, sodass hier noch deutlicher Forschungsbedarf besteht. Bei Frühchen dürften Interventionen wie Pucken/„gefaltetes“ Halten (Köpfchen und Füßchen werden festgehalten)
sowie Berührung/Massage wirksam sein. Auch hier ist die Evidenzlage schwach. Aussichtsreiche,
jedoch noch forschungsbedürftige Interventionen bei Neugeborenen sind Pucken /„gefaltetes“
Festhalten und Halten/Schaukeln. Für ältere Kleinkinder erscheinen den Autoren Saugen, Ablenkung mit Hilfe von Video-Inhalten, oder aber die Einbeziehung von Personen (nicht Eltern), die zuvor im Hinblick Schmerzreduktion instruiert worden waren, vielversprechend.
Belastbare Schlussfolgerungen (positiv oder negativ) können jedoch mangels ausreichender Datenlage zur Zeit für keine Intervention gezogen werden.

Ein "junges" Gebiet

Der Konsens, dass auch Neugeborene und Kleinkinder Schmerz empfinden können, ist übrigens erst wenige Jahrzehnte alt. Bis ins 20. Jahrhundert hinein hielt sich die Annahme, dass die Großhirnrinde bei Kleinkindern nicht reif genug wäre, um Schmerzen fühlen und lokalisieren zu können. Bis heute, so stellen die Autoren des Reviews fest, ist eines jedoch Tatsache: Dass
Schmerz bei Kleinkindern nach wie vor zu wenig behandelt wird.

 

Referenz:
Riddell P, et al., Non-pharmacological management of infant and young child procedural pain.
Cochrane Database of Systematic Reviews 2015;12:CD006275

Date of publishing: 6. Februar 2020

Über sechs Jahre muss ein Kind sein, um seinen Schmerz selbst beschreiben und quantifizieren zu können, betonen die französischen Autorinnen des Übersichtsartikels, der bereits vor drei Jahren in den Pediatric Annals veröffentlicht wurde.

Für jüngere Kinder sei die Verwendung verhaltensbezogener Schmerzskalen zwingend notwendig. Denn Schmerz müsse erkannt, lokalisiert, quantifiziert und neu bewertet werden. Es muss festgestellt werden, ob er akut oder chronisch ist, und die Ursache muss ermittelt werden. Und dabei ist sowohl das Alter als auch die kognitive Entwicklung des Kindes zu berücksichtigen.

Eine Frage der Entwicklung

Die Fähigkeit, Schmerzen festzustellen, zu verorten, zu quantifizieren und in Worten auszudrücken, ist eine Frage der kindlichen Entwicklung. Kinder, die jünger als sechs Jahre sind, zeigen Schmerzen vor allem nonverbal und mit ihrer Körpersprache. Das macht es notwendig, sie zu beobachten – hier unterstützen verhaltensbezogene Schmerzskalen. Auch Hunger, Angst oder Kälte können sich freilich auf Gesichtsausdruck, Bewegung oder physiologische Parameter auswirken, so die Autorinnen.

Kind mit Teddy und Tabletten

Es gibt keine ideale Skala zur Schmerzmessung

An eine „ideale Schmerzskala“ könnten viele Anforderungen gerichtet werden. Sie müsste zum Beispiel eine hohe Sensitivität aufweisen und frei von verzerrenden Einflüssen sein. Sie müsste eine gute innere Konsistenz aufweisen und wenig vom Untersucher abhängen (geringe Inter-Rater-Variabilität). Außerdem müsste sie leicht verständlich und für alle Kinder, alle Schmerztypen und alle klinischen Situationen geeignet sein. Natürlich kann keine einzelne Schmerzskala das leisten: Jedes einzelne Messinstrument wurde vielmehr in einem spezifischen Kontext validiert. Es gibt z. B. Skalen für akute Schmerzen, postoperative Schmerzen, Schmerzen bei Eingriffen, für ältere und jüngere Kinder und für solche, die aufgrund einer Einschränkung nicht altersgemäß kommunizieren können.

Schwerpunkte variieren nach Alter

Bei Neugeborenen, Säuglingen und Kleinkindern wird in der Beobachtung u. a. auf das Einnehmen schmerzloser Positionen und Vermeidungsverhalten geachtet. Auch „induziertes Weinen“ kann eine Untersuchungstechnik darstellen. Eine besondere Rolle spielt die Erfahrung der pflegenden Personen. Es ist dabei wichtig, das übliche Verhalten des Kindes zu kennen und genug Zeit in die Beobachtung des kleinen Patienten zu investieren. Auch Eltern helfen hier in der Regel mit. Es gibt Skalen für kleine Kinder in einer Reihe von Schmerzsituationen. Manche Messinstrumente sind sogar für Frühgeborene geeignet.

Kinder über vier Jahre machen es dem Untersucher bereits leichter. Sie können die schmerzhafte Stelle zeigen oder benennen (auch das Zeichnen ist eine Möglichkeit). In dieser Altersgruppe muss ebenfalls beobachtet und untersucht werden. Skalen zur Selbstbeurteilung sind erst bei über 6-jährigen verlässlich: Sie erfordern kognitive und sprachliche Fähigkeiten. Es gibt aber auch für vier bis sechsjährige Kinder empfohlene Instrumente, die eine Eigenbeurteilung durch das Kind miteinschließen.

Fazit: Skalen kennen und gezielt einsetzen

Bei Kindern, die jünger als sechs Jahre alt sind, kommt man um verhaltensbezogene Schmerzerfassung nicht herum, so die Autorinnen. Personen, die kleine Schmerzpatienten pflegen, müssten sich mit den je nach Altersgruppe und Situation geeigneten und validierten Skalen vertraut machen. Auf diese Weise könne, so die Autorinnen, die Schmerzerkennung und -erfassung und damit generell das Schmerzmanagement bei Kindern verbessert werden.

 

Referenz:
Beltramini A, et al., Pain Assessment in Newborns, Infants and Children. Ped Ann 2017;46(10):e387–95

 

Date of publishing: 6. Februar 2020

Wiederholt auftretende Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen haben bei 7- bis 13-jährigen zugenommen, schreiben Laura Krause und ihre Mitautoren vom Robert-Koch-Institut in einem rezenten Artikel.

Das ergibt sich aus einer Querschnittsbefragung von mehr als 10.000 Kindern und Jugendlichen (bzw. deren Sorgeberechtigten) in Deutschland, die von 2014 bis 2017 durchgeführt wurde. Die Daten aus dieser sogenannten KiGGS Welle 2, Teil des Gesundheitsmonitorings des Robert-Koch-Instituts, wurden dazu mit den Ergebnissen der KiGGS Basiserhebung (2003–2006) verglichen.

Häufige Beschwerden

Die 3-Monats-Prävalenzen für Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen wurden je nach Geschlecht und je nach Altersgruppen (3 – 6, 7–10, 11–13 und 14–17 Jahre) getrennt erhoben. Wiederholt auftretende Bauchschmerzen sind demnach im Kindesalter (3 –10 Jahre) besonders häufig, und zwar bei ungefähr einem Viertel der Mädchen und etwa einem Viertel der Buben. Wiederholt auftretende Kopfschmerzen sind bei 11- bis 17-jährigen am häufigsten (fast die Hälfte der Mädchen und mehr als ein Viertel der Buben). Von wiederholt auftretenden Rückenschmerzen sind in der letzteren Altersgruppe etwas über 20 % der Mädchen und etwa jeder siebente Bub betroffen.

Zunehmende Prävalenz

In den Altersgruppen 7–10 Jahre und 11–17 Jahre hat die 3-Monats-Prävalenz wiederholt auftretender Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen im Vergleich zur KiGGS-Basiserhebung bei beiden Geschlechtern signifikant zugenommen, warnen die Autoren. Die Bedeutung dieser Ergebnisse sei nicht nur im Hinblick auf den Leidensdruck der Betroffenen, sondern auch im Licht der Folgen wie schulische Fehlzeiten, Medikamenteneinnahme, Arztbesuche und einem erhöhten Risiko für Schmerzen und andere Symptome im Erwachsenenalter zu betrachten. Die 3-Monats-Prävalenz
von Bauchschmerzen nahm auch bei 3-bis 6-jährigen Mädchen signifikant zu.

Die Daten befinden sich im Einklang mit Studien aus anderen Ländern, die ebenfalls auf einen Anstieg der Prävalenz von Kopfschmerzen (Finnland, Dänemark), Migräne (Taiwan), bzw. Kopf- und Bauchschmerzen (Finnland) hinweisen. Dabei ist zu beachten, dass sich die Altersgruppen, Datenquellen und Zeitintervalle zwischen den Studien unterscheiden. Auch innerhalb der KiGGS-Studie (zwischen KiGGS-Basiserhebung und KiGGS Welle 2) gab es Unterschiede im Befragungsmodus, was die Vergleichbarkeit potenziell etwas einschränkt (sie wird dennoch als hoch eingeschätzt). Zudem wurden für 3- bis 10-jährige in KiGGS die Sorgeberechtigen befragt (Eltern unterschätzen das Auftreten von Schmerzen bei ihren Kindern häufig), 11- bis 18-jährige antworteten hingegen selbst.

Mädchen häufiger betroffen

Wie in verschiedenen anderen Studien waren auch in der KiGGS-Erhebung Mädchen häufiger von wiederholt auftretenden Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen betroffen als Buben. Gründe dafür könnten darin liegen, dass Mädchen schmerzempfindsamer sind als Buben und/oder ihre Schmerzen eher mitzuteilen bereit sind. Auch eine andere zerebrale Schmerzverarbeitung oder hormonelle Unterschiede könnten eine Rolle spielen, schreiben die Autoren.

Kind mit Bauchweh

Zunahme mit dem Lebensalter

Kopf- und Rückenschmerzen waren bei Jugendlichen im Vergleich zu Kindern häufiger zu beobachten. Bei Kopfschmerzen könnte das mit Hirnreifung, sozialen Belastungsfaktoren (in Familie und Schule) und mit gesundheitsschädlichen Verhaltensweisen (wie Tabak- und Alkoholkonsum oder Bewegungsmangel) zu tun haben, bei Rückenschmerzen mit inaktivem Lebensstil oder langem Sitzen.

Das häufige Auftreten von Schmerzen im Kindes- und Jugendalter zeigt die hohe Public-Health-Relevanz dieser Beschwerden und die Bedeutung der Schmerzprävention vor dem Hintergrund des psychosozialen Lebensumfeld- und Versorgungskontexts.

 

Referenz:
Krause L, et al., Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Ergebnisse aus KiGGS Welle 2 und Trends. Bundesgesundheitsbl 2019;62:1184–94

 

Date of publishing: 5. Februar 2020
Univ.-Prof. Dr. Dominik Wolf von der Universitätsklinik für Innere Medizin, Innsbruck, spricht über die präsentierten Daten der BYOND Studie zum...
Date of publishing: 20. Februar 2020
Seit nunmehr 20 Jahren haben Patienten mit chronisch entzündlichen Autoimmunerkrankungen in Europa Zugang zu einer Biologika-Therapie. Die...
Date of publishing: 27. Januar 2020
  * Die ersten 3 Punkte der „5A“-Strategie sollten bei allen RaucherInnen zur Anwendung kommen, während die letzten beiden Punkte entwöhnungsberei...
Date of publishing: 11. Februar 2020
Pfizer engagiert sich unter anderem für eine optimale Rehabilitation. In der Neurorehabilitation gibt es verschiedene technische Hilfsmaßnahmen, es...
Date of publishing: 16. Dezember 2019
Mit 1. Jänner 2020 ist Inflectra® (Infliximab) in der grünen Box des Erstattungskodex (EKO) gelistet. Somit sind nur mehr Diagnose, Erstverordnung...
Date of publishing: 29. Oktober 2019
Wirksamkeit und Sicherheit eines Medikaments werden in aufwändigen klinischen Studien unter definierten Bedingungen erhoben. „Real-World-Daten“...
Date of publishing: 29. Oktober 2019
Die Erkrankung Als myelodysplastische Syndrome werden symptomatisch ähnliche hämatologische Erkrankungen zusammengefasst, die sich über eine schrit...
Date of publishing: 29. Oktober 2019
Im menschlichen Erbgut ist die gesamte genetische Information einer Person gespeichert, welche darüber entscheidet, wie wir aussehen und ob...
Date of publishing: 30. Oktober 2019
Die ALS gehört zu den am meisten gefürchteten Erkrankungen überhaupt. Sie ist selten mit einer jährlichen Neuerkrankungsrate von nur etwa 2 pro 100...
Date of publishing: 20. September 2019
Die richtige Dosierung ist ein Schlüssel zu wirksamer und verträglicher Therapie – gerade auch im Bereich der Gerinnungshemmer. Ein neues Kurzvideo...
Date of publishing: 21. Juli 2019
Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern (VHF) sind häufig älter oder haben Komorbiditäten wie beispielsweise eine eingeschränkte...