In den letzten Jahren ist die Digitalisierung immer stärker auch im Gesundheitsbereich angekommen und hat einen Wandel bewirkt. Dies hat auch Einfluss auf das Kommunikationsverhalten und den Medienkonsum Ihrer Patienten. Wir haben für Sie zusammengestellt, wo sich Ihre Patienten informieren und wie Sie sie digital erreichen können.

Der mündige Patient im Internet

Die Digitalisierung verändert unser aller Informationsverhalten. Wie der globale Digital-Report von "we are social"1 Anfang 2020 ausführt, nutzen inzwischen weltweit mehr als 4,5 Milliarden Menschen das Internet. In Österreich haben 90 Prozent der 8,7 Millionen Einwohner einen Internetzugang. Digitale Medien und Services werden für sämtliche Lebensbereiche genutzt. Gesundheit hat dabei einen hohen Stellenwert. Der Trend geht zu mündigen und aufgeklärten Patienten, die mehr Verantwortung für die Aufrechterhaltung ihres Wohlbefindens und ihrer Gesundheit übernehmen. Menschen informieren sich eigenständig im Internet zu diversen gesundheitlichen Themen und sie möchten im Gespräch mit den Ärzten als Partner auf Augenhöhe wahrgenommen werden.

Google ist Informationsquelle Nummer Eins

Besonders die Quellen der Information haben sich durch die Digitalisierung verändert. Während früher neben dem direkten Gespräch mit dem Arzt die gedruckte Broschüre eine Hauptinformationsquelle für den Patienten war, informieren sie sich heute vorrangig über das Internet. Patienten suchen dabei über Suchmaschinen wie Google, Bing oder Yahoo. Ob dadurch die Behandlungsentscheidungen beeinflusst werden, hängt letztendlich auch von der Qualität der Informationsquellen ab. Ärzte können hier entscheidend beeinflussen, indem sie auf ihre Webseite bzw. auf seriöse Quellen wie zum Beispiel gesundheit.gv.at (Infoportal des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, BMSGPK) oder auf die Webseiten von Selbsthilfegruppen hinweisen.

Ärztebewertungen beeinflussen Patienten

Aber nicht nur mögliche Krankheitssymptome werden in Suchmaschinen nachgeschlagen. Auch die Suche nach einem Arzt erfolgt vermehrt im Internet. Dabei werden Bewertungen auf Informations- und Ratingportalen durch andere Patienten genau unter die Lupe genommen. Eine schlechte Bewertung wirkt potenziell abschreckend. Eine deutsche Studie zeigte, dass sich 7 von 10 Patienten, die schon einmal eine Arztbewertung im Web gelesen haben, aufgrund der Meinung anderer Patienten für oder gegen einen Arzt entschieden haben.2

Neue Arzt-Patienten-Beziehung

Als Folge der sofortigen Verfügbarkeit von gesundheitsbezogenen Informationen aus dem Internet nehmen Patienten in Arzt-Patienten-Gesprächen eine zunehmend informierte, aktive Rolle ein – auch in Hinblick auf Therapiemöglichkeiten und Behandlungsentscheidungen. Individuelle Diagnose- und Therapiegespräche werden daher an Bedeutung gewinnen. Hier finden Sie nützliche Informationen für ein gelungenes Gespräch mit Ihren Patienten!
Im Praxisalltag ist es nicht immer möglich, das Informationsbedürfnis der Patienten in einem Behandlungsgespräch aufzufangen. Das Anbieten alternativer Möglichkeiten zur Informationsbeschaffung kann daher hilfreich sein.  Das Internet ist vor allem für standardisierte Basisinformationen zu grundlegenden Fragen ideal. Wichtig ist, dass ÄrztInnen ihre PatientInnen proaktiv dazu ermutigen, digitale Gesundheitsplattformen zu benutzen. Für die konkrete Weiterempfehlung ist es dabei unabdingbar, dass ÄrztInnen mit diesen Plattformen vertraut sind.

Wie Sie Ihre Patienten digital erreichen können

Sie wollen erfahren, was Sie konkret tun können, um Ihre Patienten digital zu erreichen? Dann melden Sie sich an und laden sich unser Booklet mit den Top 10-Tipps gratis herunter!

BOOKLET HERUNTERLADEN

 

 

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit haben wir uns darauf beschränkt, in den Texten nur die männliche Form zu verwenden. Wir bitten aber alle Frauen, sich persönlich und herzlich angesprochen zu fühlen!

 

Referenzen:
1 We are social (2020): Global Digital Report 2020 [online] https://wearesocial.com/digital-2020
2 Marktforschungsinstitut Research Now im Auftrag des Arztbewertungsportals [online] www.jameda.de