Über die Geburtseinleitung

Allgemeines über die Geburtseinleitung

Nicht immer kommt es innerhalb eines akzeptablen Zeitraums um den errechneten Geburtstermin zu spontaner Wehentätigkeit. In manchen Situationen ist es daher erforderlich, die Geburt durch Auslösen der Wehen künstlich einzuleiten. 

Epidemiologie von Geburtseinleitungen

Die Geburtseinleitung ist eine der bedeutsamsten und häufigsten therapeutischen Eingriffe in der Geburtshilfe. Die Häufigkeit der Geburtseinleitungen hat sich Daten zufolge in den USA und in Westeuropa in den vergangenen zehn Jahren etwa verdoppelt. Diese Zunahme beruht vor allem darauf, dass Schwangerschaftspathologien und daraus resultierende Gefährdungen von Mutter und Kind heutzutage früher erkannt werden. Während die Rate von Geburtseinleitungen in Österreich im Jahr 2008 noch 16.2% betrug, stieg sie bis 2017 auf etwa 23.5% an.

Gründe für eine Geburtseinleitung

Eine künstliche Geburtseinleitung kann sowohl aus mütterlichen, als auch aus kindlichen Gründen notwendig werden. Dies wären unter anderem:

  • mütterliche Erkrankungen (Bluthochdruck, Diabetes mellitus, etc.)
  • vorzeitiger Blasensprung
  • Terminüberschreitung
  • intrauterine Wachstumsrestriktion
  • intrauteriner Fruchttod

Methoden der Geburtseinleitung

Grundsätzlich kann eine Geburt mittels medikamentösen (Prostaglandine, Oxytocin) oder mechanischen Maßnahmen (Amniotomie) eingeleitet werden. Entscheidend für die Art der Einleitung ist der sogenannte Bishop-Score. Dieser dient der Beurteilung der Geburtsreife des Muttermundes (Zervixreife).

Ist die Zervix noch nicht geburtsreif (Bishop-Score ≤ 8), wird zumeist mit Prostaglandin E2 (Dinoproston), welches in Gel- oder Tablettenform lokal appliziert wird, der zervikale Reifungsprozess (sog. Priming) ausgelöst. Prostaglandine lösen einerseits Wehen aus und bewirken andererseits eine Reihe von Veränderungen im Bereich der Zervix, wie etwa deren Erweichung und eine Reduktion des zervikalen Widerstandes.

Bei reifer Zervix (Bishop-Score > 8) können die Wehen entweder mittels einer Oxytocin-Infusion oder einer instrumentellen Fruchtblasensprengung (Amniotomie) ausgelöst werden. Durch diesen Eingriff setzen die Wehen meist innerhalb von 1-2 Stunden ein. Mechanische Methoden wie die Amniotomie werden heutzutage allerdings aufgrund der Risiken für Mutter und Kind nur noch sehr selten angewendet.

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