Über Laktationsunterdrückung

Allgemeines über die Laktationsunterdrückung

Der Zeitpunkt des Abstillens ist bei jeder Mutter und ihrem Kind individuell verschieden. Manchmal ist jedoch aufgrund einer Erkrankung oder auf dringendem Wunsch der Mutter ein frühzeitiges Abstillen notwendig. Die Laktationsunterdrückung, auch sekundäres Abstillen genannt, bezeichnet dabei die Unterdrückung der sich in Gang befindlichen Milchsekretion, sprich das Abstillen zu einem Zeitpunkt, an dem das Stillen bereits begonnen wurde. 

Epidemiologie der Hyperprolaktinämie

Bei etwa 1% der Mütter liegt ein Stillhindernis oder eine Kontraindikation für das Stillen vor. Laut Statistiken beginnen in Österreich 93% der Frauen nach der Geburt zu stillen. Im Alter von 3 Monaten stillen nur noch 72% und im Alter von 6 Monaten noch 55%. Als Vergleich dazu stillen in skandinavischen Ländern nach 6 Monaten noch 80% der Mütter, in den USA hingegen nur 43%. Die Empfehlung und das Ziel der WHO ist, dass möglichst alle Kinder 6 Monate lang ausschließlich gestillt werden.

Bedeutung des Stillens und Stillhindernisse

Rund 95% aller Frauen weltweit sind medizinisch gesehen dazu in der Lage, ihr Kind zu stillen. Bereits während der Schwangerschaft wird der weibliche Körper durch hormonelle Veränderungen auf die nachfolgende Stillzeit vorbereitet. Es kommt zur Volumszunahme der Brust, zur Auslösung der Milchsekretion mit der Geburt und schließlich zur Aufrechterhaltung der Laktation durch den vom Kind ausgeübten Saugreiz an der Brustdrüse. Die Muttermilch ist die beste Ernährung für das Neugeborene und weist eine ideale Nährstoffzusammensetzung auf, die nach wie vor jeder künstlich hergestellten Säuglingsnahrung überlegen ist. Die Vorteile des Stillens liegen vor allem in einer niedrigeren Infektanfälligkeit, einer nicht zu unterschätzenden Allergieprophylaxe und nicht zuletzt in der Intensivierung der Mutter-Kind-Beziehung. 

In manchen Fällen kann es notwendig sein, mit dem Stillen nicht zu beginnen (primäres Abstillen/Laktationshemmung) oder das Stillen zu einem späteren Zeitpunkt zu beenden (sekundäres Abstillen/Laktationsunterdrückung). Zu absoluten Gegenanzeigen des Stillens gehören dabei unter anderem eine schwere Alkohol- oder Drogenabhängigkeit, die langzeitige Einnahme milchgängiger Medikamente, Infektionskrankheiten (z.B. HIV, Hepatitis C) und andere schwere Erkrankungen der Mutter. Auch bei nicht ausreichenden Milchmengen, einer schweren Brustdrüsenentzündung (Mastitis) oder Abszessen kann ein plötzliches Abstillen erforderlich werden. Dies kann entweder mit natürlichen Methoden oder medikamentös erfolgen.

Medikamentöse Laktationsunterdrückung

Neben natürlichen Methoden, die mit der Zeit zu einem Nachlass der Milchproduktion führen, werden verschiedene Pharmaka zum Abstillen eingesetzt. Anwendung dabei finden vor allem sogenannte Dopaminagonisten (z.B. Cabergolin). Diese unterdrücken das zentrale Hormon der Laktation, Prolaktin. Physikalische Maßnahmen wie z.B. das Hochbinden und Kühlen der Brust und die Gabe von abstillenden Tees, wie etwa Pfefferminztee, können unterstützend wirken.

Zur Laktationsunterdrückung bietet Pfizer folgendes Produkt an:
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