Muttermilch ist die beste Ernährung für Neugeborene und Säuglinge und weist eine ideale Nährstoffzusammensetzung auf, die nach wie vor jeder künstlich hergestellten Säuglingsnahrung überlegen ist. Die Vorteile des Stillens liegen vor allem in einer niedrigeren Infektanfälligkeit, einer nicht zu unterschätzenden Allergieprophylaxe und nicht zuletzt in der Intensivierung der Mutter-Kind-Beziehung.1 Der Zeitpunkt des Abstillens ist bei jeder Mutter und ihrem Kind individuell verschieden. 

Manchmal ist jedoch aufgrund einer Erkrankung oder auf dringendem Wunsch der Mutter die Hemmung der physiologischen Laktation kurz nach der Entbindung oder zur Unterdrückung einer bereits bestehenden Laktation notwendig. Das trifft vor allem nach Totgeburten oder Abortus zu, aber auch postpartal, wenn das das Stillen aus medizinischen Gründen für Mutter oder Neugeborenes kontraindiziert ist.2

Zu absoluten Gegenanzeigen des Stillens gehören dabei unter anderem eine schwere Alkohol- oder Drogenabhängigkeit, die langzeitige Einnahme milchgängiger Medikamente, Infektionskrankheiten (z.B. HIV, Hepatitis C) und andere schwere Erkrankungen der Mutter.3 Auch bei nicht ausreichenden Milchmengen, einer schweren Brustdrüsenentzündung (Mastitis) oder Abszessen kann ein plötzliches Abstillen erforderlich werden. Dies kann entweder mit natürlichen Methoden oder medikamentös erfolgen.

 

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Referenzen: 
1 Breastfeeding (who.int) (abgerufen am 9.11.2021)
2 Carroll K., et al., The "Lactation After Infant Death (AID) Framework": A Guide for Online Health Information Provision About Lactation After Stillbirth and Infant Death. J Hum Lact. 2020 Aug;36(3):480-491. 
3 Contraindications to Breastfeeding or Feeding Expressed Breast Milk to Infants | Breastfeeding | CDC (abgerufen am 9.11.2021)