Allgemeines über die arterielle Hypertonie

Die arterielle Hypertonie, auch Bluthochdruck genannt, ist eine der häufigsten und gleichzeitig in vielen Fällen vermeidbare Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems. Die Hypertonie gehört zu den sogenannten kardiovaskulären Risikofaktoren, die die Entstehung von Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Herzinsuffizienz begünstigen können. Von Bluthochdruck spricht man laut aktuellen Guidelines, wenn die gemessenen Werte wiederholt über 140/90 mmHg liegen.

Epidemiologie der arteriellen Hypertonie

Studien des letzten Jahrzehnts haben ergeben, dass etwa 30-45% der Bevölkerung weltweit an einem zu hohen Blutdruck leidet. Umgerechnet sind dies rund 1.13 Milliarden Menschen. Die Häufigkeit steigt dabei steil mit dem Lebensalter und dem Übergewicht. Bei der Altersgruppe der über 60-Jährigen sind bereits 60% der Menschen betroffen. Hinzu kommt, dass eine Vielzahl der Hypertoniker nicht oder nicht ausreichend behandelt wird. So erreichten in deutschen Studien nur 10-15% der Patienten unter einer antihypertensiven Therapie den aktuell empfohlenen Zielwert von 140/90. Aufgrund des zunehmenden Alters und eines überwiegend sitzenden Lebensstils der Weltbevölkerung steigt die Zahl der Hypertoniker weiter. Schätzungen zufolge werden bis 2025 bereits etwa 1.5 Milliarden Menschen betroffen sein.

Entstehung und Symptomatik der arteriellen Hypertonie

Um die Organe und Gewebe ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen, muss das Blut mit einem bestimmten Druck aus dem Herzen gepumpt werden. Dieser Druck ist der Blutdruck. Optimalerweise liegt er bei Messungen unter 120/80 mmHg. Ab wiederholten Messergebnissen über 140/90 spricht man von Bluthochdruck (Hypertonie).

Bei mehr als 90% der Patienten kann keine organische Ursache für den erhöhten Blutdruck nachgewiesen werden. Man spricht von primärer oder essentieller Hypertonie. Die Ursachen dafür sind bis heute noch nicht vollständig geklärt, jedoch scheinen mehrere Faktoren an der Genese beteiligt zu sein. Neben einer genetischen Komponente sind dies vor allem Lebensstilfaktoren (Übergewicht, Alkohol- und Tabakkonsum, übermäßiger Salzkonsum, etc.). Oft ist die primäre Hypertonie mit weiteren Erkrankungen des sogenannten metabolischen Syndroms (Insulinresistenz, Dyslipidämie und Adipositas) assoziiert. Liegt der Hypertonie eine andere Erkrankung zugrunde, wie etwa Nierenerkrankungen oder endokrine Erkrankungen, spricht man von sekundärer Hypertonie. Außerdem kann es z.B. durch Erkrankungen des Nervensystems, die Einnahme blutdrucksteigender Medikamente und auch manchmal während der Schwangerschaft zu temporären Blutdrucksteigerungen kommen.

Ein erhöhter Blutdruck verursacht meist nur unspezifische Symptome und bleibt daher nicht selten über mehrere Jahre unbemerkt. Gelegentlich kann es zu morgendlichen Kopfschmerzen, Schwindel, Ohrensausen, Herzklopfen, Atemnot bei Belastung und Nasenbluten kommen. Ein langfristig erhöhter Blutdruck hat jedoch nicht nur schwerwiegende Folgen für das Herz (Herzmuskelschwäche, Herzinfarkte, etc.), sondern kann auch unter anderem zu Nierenversagen und einem erhöhten Schlaganfallrisiko führen. Diese Schäden sind für einen Großteil der Todesfälle in den Industrieländern verantwortlich.

Diagnostik der arteriellen Hypertonie

Die Sicherung der Diagnose einer arteriellen Hypertonie erfolgt durch Blutdruckmessungen. Neben der klassischen Praxismessung haben sich dabei vor allem 24-h-Messungen und Messungen unter ergometrischer Belastung zu einer wichtigen Ergänzung entwickelt. Nach der Diagnosestellung wird nach möglichen Ursachen einer sekundären Hypertonie gesucht und das kardiovaskuläre Risiko ermittelt. Dabei kommen spezielle Laboruntersuchungen und Verfahren wie die Echokardiographie oder die MRT zum Einsatz.

Therapie der arteriellen Hypertonie

Das wichtigste Ziel bei der Therapie der arteriellen Hypertonie ist die Verminderung des kardiovaskulären Risikos und das Verhindern von Organschädigungen. Wie der Bluthochdruck behandelt wird, hängt sowohl von der Höhe der ermittelten Blutdruckwerte, als auch vom bestehenden kardiovaskulären Gesamtrisiko ab. Bei der sekundären Hypertonie erfolgt primär die Behandlung der Grunderkrankung. Bei der primären Hypertonie sind manchmal Lebensstiländerungen (v.a. Gewichtsreduktion, Nikotin-/Alkoholreduktion und Kochsalzrestriktion) alleine ausreichend. Führen diese hingegen nicht zum Erfolg, kommen blutdrucksenkende Medikamente, sogenannte Antihypertensiva, zum Einsatz. Darunter fallen Substanzklassen wie ACE-Hemmer, Calciumantagonisten, Angiotensinrezeptorblocker, Diuretika, Betablocker und andere. Die Wahl des Medikaments hängt dabei individuell vom Patienten ab.

Zur Behandlung der Hypertonie bietet Pfizer folgende Produkte an:
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