Bakterielle Infektionen

Epidemiologie

  • Infektionskrankheiten stellen weltweit eine der häufigsten Todesursachen dar.
  • ¼ der nosokomialen Infektionen könnte durch adäquate Händedesinfektion verhindert werden.

Allgemeines

  • Bakterielle Infektionen sind Erkrankungen, die von verschiedensten gramnegativen/grampositiven bzw. aeroben/anaeroben oder intrazellulären Bakterien ausgelöst werden und praktisch jedes Organsystem betreffen können. Einen Meilenstein in der Geschichte der Antibiotika und der Heilung von bakteriellen Infektionskrankheiten legte 1928 Alexander Fleming, der die Wirkung des Penicillins zufällig entdeckte. 10 Jahre später gelang die erste Isolierung des Wirkstoffes und 1941 erfolgte die erste Behandlung einer Blutvergiftung mit Penicillin bei einem Londoner Polizisten. Im Jahr 1944 schaffte es Pfizer als erstes Unternehmen, Penicillin großtechnisch-biologisch herzustellen. In der Folge lieferte Pfizer zeitweise mehr als 90 % der Weltproduktion von Penicillin.
  • Zu den schweren bakteriellen Erkrankungen zählt die Sepsis, bei der von einem Infektionsherd Bakterien in die Blutbahn gelangen und eine schwere Allgemeininfektion auslösen. In 50% der Fälle geht eine Sepsis vom Urogenitalsystem aus. Verantwortliche Erreger sind unter anderem E.coli, Klebsiellen, Staphylococcus aureus, Streptococcus pyogenes und Pneumokokken (Streptococcus pneumonie).
  • Nosokomiale Infektionen werden häufig durch Keime wie Pseudomonas aeruginosa, E.coli, Klebsiellen, Enterobacter, Staphylokokken (besonders Staphylococcus aureus bzw. Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) ausgelöst. Problematisch ist dabei die wachsende Resistenzrate dieser Keime. So sind zum Beispiel die Resistenzraten für E. coli im Zeitraum 2008-2012 gegenüber Fluorchinolonen, 3.Generation-Cephalosporinen und Aminoglykosiden dramatisch angestiegen. Die Resistenzen von Pseudomonas aeruginosa sind gegenüber Piperacillin/Tazobactam, Aminoglykosiden, Cefazidim und Fluorchinolonen ebenfalls deutlich erhöht.
  • Ein erhöhtes Risiko, eine Infektion mit Methicillin-resistentem Staphylococcus aureus (MRSA) zu erleiden, besteht bei Immunsuppression und chronischen Erkrankungen. Staphylococcus aureus besiedelt hauptsächlich die Haut und Schleimhäute und ist bei bis zu 30% der gesunden Bevölkerung zu finden, ohne Krankheitssymptome hervorzurufen. Staphylococcus aureus kann aber auch Abszesse, Furunkel, schwerwiegende Wundinfektionen und Blutvergiftungen auslösen. Im Jahr 2012 waren in Österreich 8,5% der Staphylococcus aureus Isolate Methicillin-resistent (MRSA), im Jahr 2010 nur noch 7,5%. Somit ist die Resistenz bei diesen Keimen zurückgegangen. Im Jahr 2016 lag die Rate jedoch wieder bei 7,1%. Insgesamt stellen MRSA in Österreich weiterhin ein großes Problem dar. Behandelt werden MRSA mit verschiedenen Antibiotika, jedoch nehmen auch hiergegen die Resistenzen teilweise zu. Linezolid, das zu den Oxazolidinone gehört, und Ceftarolin, ein ß-Laktam Antibiotika, können vor allem bei MRSA eingesetzt werden.

Zur Therapie von bakteriellen Infektionskrankheiten bietet Pfizer folgende Produkte an:
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