Bakterielle Infektionen

Allgemeines über bakterielle Infektionen

Unter einer bakteriellen Infektion versteht man das Eindringen krankheitsauslösender Bakterien in den Körper, welches typischerweise eine Immunreaktion zur Folge hat. Viele bakterielle Infektionen sind harmlos, je nach Keim können sie aber bis hin zu lebensbedrohlichen Erkrankungen reichen.

Epidemiologie bakterieller Infektionen

Infektionskrankheiten gehören zu den häufigsten Todesursachen weltweit. Im Jahr 1997 war gemäß Daten der WHO etwa ein Drittel aller Todesfälle auf solche zurückzuführen, wobei die meisten auf Lungenentzündungen, Durchfallerkrankungen, Tuberkulose und Malaria fielen. Besonders in Europa spielen Bakterien jedoch auch eine wichtige Rolle im Rahmen von sogenannten nosokomialen Infektionen – Infektionen, die im Krankenhaus erworben wurden. Rund 4.1 Million Menschen erkranken in Europa jährlich an solch einer Infektion. Am häufigsten betroffen sind dabei Atem- und Harnwege. 

Entstehung und Symptomatik bakterieller Infektionen

Bakterien sind einzellige Organismen, die nahezu überall auf der Erde vorkommen und sowohl für den Menschen, als auch für die Natur von großer Bedeutung sind. Einige Bakterienarten können jedoch der menschlichen Immunabwehr widerstehen und Krankheiten auslösen. Zu diesen zählen unter anderem Staphylokokken, Streptokokken, Enterobakterien (z.B. Salmonellen), Chlamydien und einige mehr. Die Übertragung des jeweiligen Erregers kann dabei sowohl durch direkten (Tröpfcheninfektion, z.B. durch Anhusten), als auch durch indirekten (z.B. kontaminierte Lebensmittel, Händeschütteln) Kontakt erfolgen. Ob es schließlich zu einer Infektion kommt, wie lang diese dauert und wie sie verläuft hängt dabei vor allem von der Art der Infektion, von den Eigenschaften des Krankheitserregers und vom Immunsystem der betroffenen Person ab. Eine bakterielle Infektion selbst kann sich sehr vielfältig äußern. Allgemein kommt es oft zu Fieber, Abgeschlagenheit und starkem Krankheitsgefühl. Je nach betroffenem Gewebe bzw. Organ können dazu weitere Symptome wie etwa Rötung und Schwellung bei Hautinfektionen, Husten und Heiserkeit bei Atemwegsinfektionen oder Durchfall und Bauchschmerzen bei Darminfektionen kommen. Breitet sich der Krankheitserreger über den Blutkreislauf im ganzen Körper aus, spricht man von einer sogenannten Blutvergiftung (Sepsis). Dieser Zustand ist lebensbedrohlich und muss schnellstens behandelt werden.

Diagnostik bakterieller Infektionen

Bakterielle Infektionen werden üblicherweise anhand von typischen Symptomen, die mit der jeweiligen Erkrankung auftreten, diagnostiziert. Ärzte können mittels dieser Beschwerden den Kreis der möglichen Erreger bereits etwas eingrenzen und gegebenenfalls direkt eine Therapie einleiten. Zusätzlich können verschiedenste Laborwerte (z.B. CRP, BSG, Leukozyten) verändert sein, die Rückschlüsse auf eine mögliche bakterielle Infektion zulassen. Manchmal ist die Bestimmung des genauen Erregers notwendig. Dazu sind weitere Blutproben, Abstriche oder andere Körperflüssigkeiten (z.B. Speichel, Harn) notwendig.

Therapie bakterieller Infektionen

Bei vielen bakteriellen Infektionen mit leichtem Verlauf genügt es häufig, die Symptome zu lindern, da das körpereigene Immunsystem die Krankheitserreger zumeist selbstständig erfolgreich bekämpfen kann. Bei schwerwiegenderen Fällen kommen zusätzlich Antibiotika (Medikamente, die spezifisch gegen Bakterien wirken) zum Einsatz. Heutzutage erschweren allerdings zunehmend gegen Antibiotika resistente Bakterien, besonders im Krankenhausbereich, die Behandlung einer bakteriellen Infektion. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass Antibiotika zu häufig und oft unnötig verabreicht werden.

Um sich und andere primär vor Infektionskrankheiten zu schützen gibt es mehrere präventive Maßnahmen. Ausreichende Hygiene (z.B. gründliches Händewaschen) und Impfungen gehören dabei zu den wirksamsten. So lassen sich viele Krankheitserreger, mit denen man im Alltag regelmäßig in Kontakt kommt, bereits im Vorhinein beseitigen.

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