Dermatologische und systemische Pilzerkrankungen

Allgemeines über dermatologische und systemische Pilzerkrankungen

Unter Mykosen (Pilzerkrankungen) versteht man eine durch Pilze verursachte Infektionskrankheit. Sie können oberflächlich vorkommen, wie etwa auf Haut oder Nägeln, oder systemisch (in den inneren Organen) auftreten. Während erstere vor allem im Rahmen von Fuß- oder Nagelpilz verhältnismäßig weit verbreitet sind, treten systemische Pilzerkrankungen hauptsächlich bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem auf.

Epidemiologie dermatologischer und systemischer Pilzerkrankungen

Infektionskrankheiten gehören zu den häufigsten Todesursachen weltweit. Jedes Jahr sterben bis zu 1.5 Millionen Menschen an Pilzinfektionen. In den vergangenen Jahrzehnten haben lebensbedrohliche Pilzinfektionen stark zugenommen, was auf die steigende Anzahl an stark immungeschwächten und schwer kranken Patienten zurückgeführt wird. Opportunistische Pilzinfektionen durch Candida- und Aspergillus-Spezies stellen dabei eine besondere klinische Herausforderung dar und verursachen in Europa zwischen 7-15% aller Infektionen, die im Laufe eines Krankenhausaufenthalts erworben werden (nosokomiale Infektionen). Die Grunderkrankung, der Grad der Immunsuppression und die geographische Lage des Patienten spielen dabei eine wichtige Rolle.

Entstehung und Symptomatik von dermatologischen und systemischen Pilzerkrankungen

Weltweit existieren mehr als eine Million Pilzarten. Etwa 150 davon werden beim Menschen als primäre Krankheitserreger eingestuft. Besonders wichtig zu nennen sind dabei die Dermatophyten, Hefepilze und Schimmelpilze. Die Übertragung dieser erfolgt je nach Pilzart von Mensch zu Mensch, über Gegenstände, den Erdboden oder mit der Atemluft. Die Symptome von Pilzerkrankungen können dabei sehr unterschiedlich sein, je nachdem welche Hautpartien, Körperteile oder Organe betroffen sind. Pilzinfektionen beginnen meist mit einer entzündlichen, rötlichen Verfärbung der Haut. Diese kann von Juckreiz, schuppender Haut, Bläschenbildung und Haarausfall der betroffenen Region begleitet werden. An Schleimhäuten bilden sich zumeist weiße Belege auf rötlichem Untergrund. Gelangen die Erreger in den Blutkreislauf und befallen innere Organe, so spricht man von einer systemischen Mykose. Diese äußerst ernst zu nehmende Erkrankung zeigt sich meist durch Fieber, Blutgerinnungs- und Funktionsstörungen betroffener Organe (z.B. der Lunge oder Leber), bis hin zum Multiorganversagen und Tod.

Diagnostik von dermatologischen und systemischen Pilzerkrankungen

Die Diagnose einer Pilzinfektion erfolgt zumeist nach einem ausführlichen Arzt-Patienten-Gespräch und einer körperlichen Untersuchung durch die Entnahme einer Probe (z.B. Haut, Haar, Nägel, Schleimhaut). Diese wird mikroskopisch und mikrobiologisch untersucht, wobei der Erreger festgestellt werden kann. In manchen Fällen können auch Blutuntersuchungen oder bildgebende Verfahren (Röntgen, Ultraschall, CT) notwendig sein. Falls der Befund für eine Pilzinfektion spricht, kann rasch eine adäquate Behandlung eingeleitet werden.

Therapie von dermatologischen und systemischen Pilzerkrankungen

Entscheidend für eine gute Prognose einer Pilzinfektion ist die frühzeitige Therapie. Dafür werden heutzutage sogenannte Antimykotika eingesetzt. Diese werden zumeist lokal auf die betroffenen Haut- bzw. Schleimhautregionen in Form von Cremes oder Salben aufgetragen. In sehr hartnäckigen Fällen, wie z.B. bei Organbefall, kann die Einnahme von Tabletten oder eine intravenöse Gabe notwendig sein. Generell stehen dafür mehrere Wirkstoffe zur Verfügung, die sich jedoch aufgrund weit verbreiteter Resistenzen nicht für alle Erreger eignen. Die genaue Erregerbestimmung ist daher für die individuelle Anpassung der Therapie von großer Bedeutung.

 

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