Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine akute Entzündung des Gehirns bzw. der Hirnhäute, die durch das FSME-Virus ausgelöst wird.

Es handelt sich hier um ein RNA-Virus aus der Familie der Flaviviren, welches hauptsächlich durch Zecken übertragen wird. Je nach Region sind 0,1–5% der Zecken mit dem Virus infiziert.

Die Übertragung der FSME-Viren erfolgt innerhalb der ersten Stunden nach dem Zeckenstich durch die Injektion des Speichelsekrets.

Nur ungefähr die Hälfte der Betroffenen bemerkt, dass sie von einer Zecke gestochen wurden, da deren Speichel eine lokal betäubende Wirkung hat.

Verbreitung

Österreich gehört zu den am stärksten von der FSME betroffenen Gebieten Europas. In allen Bundesländern kommen mit FSME-Viren belastete Zecken vor und es werden jährlich Krankheitsfälle aus allen Bundesländern gemeldet. Somit gilt ganz Österreich als sog. „Endemiegebiet“, d.h. das Risiko, an einer FSME zu erkranken, ist in allen Bundesländern Österreichs hoch.

Jährlich werden neue Infektionsorte registriert, da sich das FSME-Virus ständig weiter verbreitet.

Sogar in den Bergen auf ca. 1500 m Seehöhe kam es bereits zu FSME-Infektionen.

Während Kärnten und die Steiermark die höchsten Inzidenzen aufwiesen, haben mittlerweile Oberösterreich und Tirol jährlich eine der höchsten FSME-Fallzahlen. Vorarlberg, das über viele Jahre sehr wenige FSME-Fälle verzeichnete meldet mittlerweile fast jährlich mehrere Erkrankungsfälle.

Zecken kennen aber keine Grenzen, daher stellt die Viruserkrankung FSME in weiten Teilen Europas eine Gesundheitsgefahr dar.

Impfung

FSME war früher mit bis zu 700 Fällen pro Jahr die in Österreich häufigste Infektionskrankheit mit Enzephalitis. Durch steigende Durchimpfungsraten (2016: 83% jemals geimpfte Personen) konnten die hospitalisierten FSME-Fälle seit den 80er Jahren auf rund 50 bis 100 pro Jahr gesenkt werden.

2016 lag die Durchimpfungsrate in Österreich zwar bei 83%, jedoch waren nur 64% der ÖsterreicherInnen den Empfehlungen des Österreichischen Impfplans (www.bmgf.gv.at/home/Impfplan) entsprechend korrekt* geimpft.

* regelmäßige Impf-/Auffrischungsintervalle laut Österreichischem Impfplan 2016, www.bmgf.gv.at/home/Impfplan

Da eine FSME-Impfung einen Individualschutz und keine Herdenimmunität bewirkt, haben korrekte Impfabstände große Bedeutung.

Kontrollieren Sie daher regelmäßig den Impfpass Ihrer Patienten: Die Grundimmunisierung sieht 3 Teilimpfungen innerhalb eines Jahres vor, die erste Auffrischungsimpfung ist 3 Jahre später fällig. Alle weiteren Auffrischungsimpfungen sind bis zum 60. Lebensjahr alle 5 Jahre fällig, ab dem 60. Geburtstag soll der Impfschutz alle 3 Jahre erneuert werden.

Wer ungeimpft von einer Zecke gestochen wird, kann nur hoffen, dass die Zecke nicht infiziert war, denn eine Schutzmöglichkeit nach erfolgtem Zeckenstich gibt es nicht. Bei einer FSME-Erkrankung können nur noch die Symptome gemildert werden.

Die Impfstoffe werden in streng qualitätskontrollierten, vielstufigen und komplexen Produktionsprozessen hergestellt und bieten ein gutes Verträglichkeitsprofil.

Zur Prophylaxe der FSME bietet Pfizer folgendes Produkt an:
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