Pneumokokken-Infektionen

Epidemiologie

  • Im Jahr 2015 wurden in Österreich an der Nationalen Referenzzentrale für Pneumokokken 422 Fälle invasiver Pneumokokken-Erkrankungen (IPE) registriert. Daraus resultiert eine Inzidenz von 4,92/100.000 Personen. Bei 355 der 422 Fälle (84%) konnte der Serotyp bestimmt werden. Es wurden 42 verschiedene Serotypen identifiziert. Der Serotyp 3 wurde mit 25,1% am häufigsten nachgewiesen, gefolgt von den Serotypen 19A (7,9%), 22F (5,6%) und 14 (4,5%).
  • Im Jahr 2015 schätzte die Weltgesundheitsorganisation WHO, dass weltweit rund 1,6 Mio Todesfälle auf diesen Erreger zurückzuführen sind.
  • Besonders gefährdet sind Säuglinge und Kleinkinder, Personen über 50 Jahre und chronisch Kranke.

Allgemeines

  • Pneumokokken, auch Streptococcus pneumoniae genannt, sind meist harmlos. In seltenen Fällen können sie aber zu einer Reihe von schweren und lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Gehirnhautentzündung, Lungenentzündung oder Blutvergiftung führen. Sie werden, so wie viele Erreger, durch Tröpfcheninfektion übertragen. Weltweit gesehen zählen Pneumokokken zu den Hauptverursachern von Todesfällen, die durch eine Impfung vermeidbar wären.
  • Die Pneumokokken-Schutzimpfung kann vor Pneumokokken-Infektionen schützen und wird im Österreichischen Impfplan für alle Kinder bis 5 Jahre und für Erwachsene ab 50 Jahren empfohlen. Für Personen mit erhöhtem Risiko wird die Impfung besonders dringend empfohlen. Im Jahr 2012 wurde die Pneumokokken-Impfung in das Gratiskinderimpfprogramm aufgenommen. Es stehen zwei Impfstoffe verschiedener Firmen zur Verfügung.

Zur Prophylaxe der Pneumokokken-Erkrankungen bietet Pfizer folgendes Produkt an:
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