Sarkome

Allgemeines über Sarkome

Sarkome entstehen aus mesenchymalem Gewebe, zu welchem unter anderem Muskeln, Sehnen, Knochen, Knorpel, Fett und auch Blut- und Lymphgefäße gehören. Deshalb können Sarkome an allen Stellen des Körpers vorkommen.

Epidemiologie von Sarkomen

Sarkome gehören mit ungefähr 350 Neuerkrankungen (ca. 1% aller Neuerkrankungen) pro Jahr zu den selteneren Krebsarten. Sie treten in jeder Altersgruppe auf, vom Säugling bis zum Erwachsenen im höheren Alter. Insgesamt sind Sarkome also zwar sehr selten, jedoch machen sie für Kinder etwa 12% aller malignen Erkrankungen aus.

Entstehung und Symptomatik von Sarkomen

Sarkome können prinzipiell in drei Hauptgruppen unterteilt werden: Weichteilsarkome, Knochen- und Knorpelsarkome (Osteosarkome und Chondrosarkome). Weichteilsarkome können in verschiedenen Geweben entstehen, z. B. im Muskelgewebe (Myosarkome), Fettgewebe (Liposarkome), fibrösen Gewebe (Fibrosarkome) und in vielen anderen. In den überwiegenden Fällen bleibt unklar, weshalb bei einem Patienten ein Sarkom entsteht. Bei einigen Formen sind jedoch genetische Prädispositionen bekannt (z. B. Li-Fraumeni-Syndrom, Neurofibromatose, Morbus Ollier). Außerdem können die Exposition gegenüber ionisierender Strahlung (z.B. nach Strahlentherapie) und chemischen Noxen die Entstehung dieser Tumore begünstigen.

Die klinischen Symptome eines Sarkoms sind sehr stark von der Lokalisation, Größe und Ausdehnung des Tumors abhängig und können deshalb sehr unterschiedlich sein. Häufig treten jedoch lokale Schwellungen im Tumorbereich und besonders bei Osteo- und Chondrosarkomen Schmerzen in Ruhe und/oder unter Belastung auf. Seltener können auch Lungenmetastasen in Thorax-Röntgenaufnahmen erste Anzeichen darstellen.

Diagnostik von Sarkomen

Die Diagnostik von Sarkomen beginnt bereits mit der Anamnese und der klinischen Untersuchung durch den Arzt. In erster Linie werden je nach Ursprungsgewebe des Sarkoms unterschiedliche bildgebende Verfahren eingesetzt. Um die Größe, Lokalisation und Beziehung zu Nachbarstrukturen des Tumors zu bestimmen, können CT, MRT, Röntgen oder Ultraschall eingesetzt werden. In der Regel wird danach eine Biopsie entnommen und das Tumormaterial zur endgültigen Diagnosesicherung histologisch untersucht. Um die Ausbreitung des Tumors abzuklären, können ein Thorax-Röntgen, CT, MRT, eine Skelettszintigraphie und ein PET/CT bzw. PET/MR hilfreich sein. 

Therapie von Sarkomen

Bei der Therapie von Sarkomen stehen im Allgemeinen die Operation, Chemotherapie und Bestrahlung im Vordergrund. Die Reihenfolge und Durchführung der einzelnen Therapiemodalitäten ist von mehreren Faktoren abhängig, wie etwa der Lokalisation, Größe und Ausdehnung des Tumors. Ist eine Operation möglich, ist diese Therapie der ersten Wahl. Eine Bestrahlung oder Chemotherapie kann je nach Art des Tumors sowohl prä- als auch postoperativ erfolgen. 

Gegenwärtig werden einige neue Methoden und Arzneimittel untersucht, um die Diagnostik und Therapie von Sarkomen zu verbessern. Die Forschung konzentriert sich derzeit besonders auf den Bereich der Immuntherapie (Tumorzellvakzine, Antikörpertherapie, Zytokine) und auf das Eingreifen in Signaltransduktionswege, um gezielter gegen die Tumore vorgehen zu können.

Zur Behandlung von Sarkomen bietet Pfizer folgende Produkte an:
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